Landkreis billigt Mittel für Sanierung der Jugendstätte in Haidenaab
Kreisräte für teilweisen Neubau

Bis auf den Tagungsraum und die Küche soll die Jugendstätte abgerissen und dann neu aufgebaut werden. Der Kreistag billigte dafür die ersten Mittel. Die Maßnahme soll dann 2017 in Angriff genommen werden. Bild: hia
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Bayern
17.03.2016
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Der Kreistag hat die ersten finanziellen Mittel bereitgestellt: Die Jugendstätte des Landkreises Bayreuth in Haidenaab wird teilweise abgerissen und neu gebaut.

Haidenaab/Bayreuth. In seiner Haushaltssitzung gab der Kreistag des Landkreises Bayreuth grünes Licht für die Finanzierung der Planungen. Die Maßnahme, im Raum stehen dafür Kosten von 2,5 Millionen Euro, könnte dann 2017 beginnen.

Ein Großteil des früheren Schulgebäudes stammt aus dem Jahr 1857. Anfang der 1980er Jahre hatte der Landkreis das sanierungsbedürftige Haus auf Initiative des damaligen Landrats Klaus-Günter Dietel erworben. Seit 1984 betreibt der Kreisjugendring die Jugendstätte in Haidenaab.

Mahnende Worte, auch baulich am Puls der Zeit zu bleiben und in Barrierefreiheit sowie sanitäre Anlagen zu investieren, um attraktiv zu bleiben, gibt es schon länger. Jetzt kann es mit der teilweisen Sanierung und dem teilweisen Neubau losgehen. Den ersten Schritt dazu hatte der Kreisjugendring gemacht. Er gab ein Gutachten in Auftrag, um die Wirtschaftlichkeit zu überprüfen. Ergebnis: Die Jugendstätte Haidenaab steht in seiner Auslastung deutlich hinter vergleichbaren Häusern zurück. In den Schulferien ist das 32-Betten-Haus zwar fast immer ausgebucht, an drei von vier Wochen werktags aber ungenutzt, nur an jedem zweiten Wochenende belegt, nur an sieben Tagen im Jahr ausgelastet.

Ursachen sieht das Gutachten in den nicht mehr heutigen Standards entsprechenden Räumen, den Acht-Bett-Zimmern und Etagenduschen. In der Kreisausschusssitzung am 16. November vor Ort fiel der Grundsatzbeschluss zur Erneuerung der Jugendstätte Haidenaab. Dem Votum folgte der Kreistag. Die Kreispolitiker und Kreisjugendringverantwortlichen versprechen sich davon eine höhere Auslastung. Das Gebäude wird bis auf den Tagungsraum und die Küche abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt. Dabei soll der Zuschnitt der Zimmer gleich mit verändert, die Zahl der Betten pro Zimmer verringert sowie Dusche und WC jeweils ins Zimmer verlagert werden. Im Zuge des teilweisen Neubaus soll die Einrichtung außerdem barrierefrei und energetisch saniert werden.

Essen von Gaststätte


Um die Attraktivität des Hauses, vor allem die Auslastung unter der Woche zu steigern, laufen auch Überlegungen, die Versorgung anders zu regeln. Bislang wird das Haus von Jugendgruppen als Selbstversorger an den Wochenenden genutzt. Für Schulklassen unter der Woche ist die Jugendstätte wegen des fehlenden Essensangebots wenig attraktiv. Künftig soll eine Gaststätte damit betraut werden, Essen zu liefern.

Künftig sollen auch vermehrt Gruppen des deutsch-tschechischen Austausch geworben und das Profil geschärft werden. Der angrenzende Zeltplatz soll einem Naturspielplatz weichen.
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