Landratsamt prüft nach Familiendrama Unterbringung der Kinder
Bei den Großeltern

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Bayern
23.03.2016
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Wernberg-Köblitz. Wie sieht die Zukunft der beiden Kinder aus, die nach dem tödlichen Familiendrama in Unterköblitz ihre Mutter verloren haben? Das Kreisjugendamt Schwandorf prüft derzeit, ob die Kinder der getöteten Frau bei den Großeltern väterlicherseits bleiben können.

Sie wohnen im Erdgeschoss des Zweifamilienhauses, in dem ein 48-Jähriger seine 17 Jahre jüngere thailändische Ehefrau am Sonntag im Streit mit einem Küchenmesser erstochen haben soll. Der Mann sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Laut Polizeipräsidium Oberpfalz hat er zur Tat "Angaben gemacht". Spekulationen über etwaige Trennungsabsichten der 31-jährigen Ehefrau werden nicht kommentiert. Das Motiv liege "im persönlichen Bereich". Seit der Tat sind der sechsjährige Junge und das elf Monate alte Mädchen bei den Großeltern untergebracht, mit denen derzeit laut Landratsamtssprecher Hans Prechtl Gespräche geführt würden. Grundsätzlich werde der Obhut im familiären Bereich der Vorzug vor einer Pflegefamilie gegeben, doch es müssten auch Gesichtspunkte wie die Belastbarkeit der Verwandten berücksichtigt werden. Ein Aspekt sei auch, dass die Kinder in der Umgebung des Tatorts aufwachsen würden. In die Entscheidung müsse die gesamte Problemsituation Eingang finden.
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