Lange Wartezeit

Bis Ende September wird wegen dringend notwendiger Fahrbahnsanierungen so mancher Umweg durch das Fichtelgebirge führen. Bilder: gis (2)
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Bayern
14.09.2016
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Wer durch das Hohe Fichtelgebirge fährt, muss zurzeit mehr Zeit als üblich mitbringen. Denn die B 303 ist bis 30. September ab Bischofsgrün bis zum Silberhaus wegen Fahrbahnsanierungen gesperrt. 6,5 Kilometer kosten rund eine Million Euro.

Fichtelberg. Die Umleitung erfolgt ab Tröstau über die Kreisstraße WUN 7 - Leupoldsdorf - Staatsstraße 2180 - Weißenstadt - WUN 1 - Schönlind - Höhenklinik Bischofsgrün zur B 303. Die Zufahrt zum Seehausparkplatz ist während der gesamten Bauzeit - bis auf ein oder zwei Tage - über die Kreisstraße BT 4 von Neubau aus möglich, ebenfalls die Zufahrt zum Waldrasthaus Karches.

Spezielle Umleitung


Die Zufahrt zum dem Fichtelberger Ortsteil Neubau ist nicht nur von oben her über die B 303 gesperrt, sondern - aufgrund der Brückenbaustelle - auch von Fichtelberg her über die Gablonzer und Heinrich-Linderstraße. Die Umleitung ist außergewöhnlich. Sie führt über die Wunsiedeler Straße am Sportplatz vorbei und dann durch den Wald nahe des Fichtelsees wieder nach Neubau. Und manch nicht kundiger Spaziergänger wundert sich, dass hier mitten im Wald eine Ampel steht, noch dazu mit dem Hinweis: "Lange Wartezeit."

Der Forstbetrieb Fichtelberg nutzt die gegenwärtige Sperrung der Bundesstraße 303 zwischen Bischofsgrün und Silberhaus, um entlang der Straße verkehrsgefährdende Bäume zu fällen. "Teerfräsen schrammen über den Asphalt, Bagger gestalten die Randstreifen, Lastwagen fahren emsig mit Baumaterial umher, bald kommen die Fertiger und ziehen eine neue Asphaltschicht auf - die Baustelle auf der B 303 läuft. Der Zeitdruck ist groß, damit die wichtigste Verkehrsverbindung über das Fichtelgebirge möglichst schnell wieder freigegeben werden kann. Und dazwischen brummen Holzerntemaschinen, arbeiten Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten und fällen Bäume", beschreibt der Forstbetrieb die Maßnahme.

Bäume entsorgen


Servicestellenleiter Florian Manske,und in dieser Funktion Koordinator des Harvestereinsatzes, erläutert die Hintergründe: "Wir nutzen die Sperrung der B303, um entlang der vielbefahrenen Bundesstraße und an den Zufahrten nach Fichtelberg gefahrlos arbeiten zu können. Dort fällen wir beschädigte und nicht mehr standsichere Bäume, von denen eine Gefahr für die Autofahrer auf der Straße ausgehen könnte. Bei Wind oder unter Schneelast könnten diese Bäume sonst auf die Straße stürzen. Gleichzeitig kommt so mehr Licht und Luft an die Fahrbahn, wodurch diese schneller abtrocknen kann, was die Verkehrssicherheit verbessert."

In Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt konnten die Maßnahmen von Straßenbau und Forst so koordiniert werden, dass alle notwendigen Arbeiten zeitgleich und ohne Verzögerung während des schmalen Zeitfensters der Straßensperrung bis Ende September durchgeführt werden. Damit bleiben den Autofahrern auf der B 303 weitere Verkehrsbehinderungen erspart.
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