Mitarbeiter des Forstamts Fichtelberg über Herzdruckmassage und Atemspende
intensivtraining für Lebensretter

Unter Anleitung von BRK-Ausbilder Stephan Macht (rechts) übt Forstwirt Stefan Nickl die Herzdruckmassage. Bild: Martin Hertel
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Bayern
07.07.2016
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Fichtelberg. Trainer des Roten Kreuzes schulten bei vier ganztägigen Lehrgängen alle Mitarbeiter des Forstbetriebs Fichtelberg und frischten deren Wissen über lebensrettende Sofortmaßnahmen bei Unfällen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf.

Für manche mag es sich nach einer lästigen Pflichtveranstaltung anhören: der Erste-Hilfe-Kurs und der Auffrischungslehrgang - jeweils ein ganzer Tag. Und im Abstand von zwei Jahren wird das Ganze wiederholt. Doch jeder, der selbst in die Situation kommt, als Ersthelfer einem Verunfallten beizustehen oder auf Hilfe angewiesen zu sein, ist froh über die Hinweise und Tipps, die die Ausbilder Stephan Macht und Matthias Fick vom BRK Bayreuth den Beschäftigten des Forstbetriebs vermittelten.

"Gerade in der freien Natur, abseits der Zivilisation, müssen sich unsere Mitarbeiter bei Unfällen oder Herz-Kreislauf-Problemen gegenseitig helfen und unterstützen können, bis ein alarmierter Notarzt die weitere Versorgung übernehmen kann", erklärte Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg, den großen Aufwand für die Ersthelfer-Fortbildung.

"Deshalb schulen wir bei den Bayerischen Staatsforsten alle unsere Mitarbeiter intensiv in Erster Hilfe, damit jeder jedem helfen kann. Und wenn diese Kenntnisse auch noch bei Notfällen im privaten Umfeld nützlich sind, dann umso besser." Von einem Mitarbeiter konnte der Betriebsleiter berichten, der kürzlich unverhofft in die Situation kam, einen Verwandten reanimieren zu müssen. "Da ist jeder froh, wenn er das regelmäßig trainiert hat."

So wurde aus dem Flur des Forstbetriebs in Fichtelberg für fünf Tage eine Trainingshalle für Herzdruckmassage und Atemspende. Neben einer praxisnahen Auffrischung der Theoriekenntnisse hatte jeder Teilnehmer ausreichend Zeit und Gelegenheit, unter Anleitung der Profis vom Roten Kreuz mit den Reanimationspuppen zu üben.

Allen, die in Notsituationen Bedenken haben, zu helfen gaben die Ausbilder den Hinweis: "Sie haben oft nur wenige Augenblicke Zeit. Nur nicht zu helfen, ist ein Fehler."
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