Musterhaus im Seniorenwohnpark Fichtelberg
Paradies für Senioren

José-Ricardo Castro-Riemenschneider (rechts), Hans Bauer (Zweiter von rechts) und Tanja Zaus von der Sozialstation freuen sich mit Mieterin Johanna Ritter (Zweite von links) über das Musterhaus. Bild: gis
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Bayern
25.06.2016
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Johanna Ritter strahlt über das ganze Gesicht: "Das Haus ist wunderbar, die Aussicht herrlich. Vom Schlafzimmer aus sehe ich sogar den Ochsenkopf. Sozialstation und Kirche sind ganz in der Nähe und ich brauche jetzt keine Treppen mehr zu steigen."

Fichtelberg. Die ehemalige Oberschwester ist Mieterin des Musterhauses im künftigen Seniorenwohnpark Fichtelberg, am Schneebergweg-Jahnstraße, das im Rahmen einer kleinen Feier mit Vertretern des Bauträgers, der Behörden, Kirchen, sozialen Dienste und der am Bau beteiligten Firmen eingeweiht wurde.

Die ganze Festgesellschaft, begrüßt vom Aufsichtsratsvorsitzendem des Bauträgers, der Wohnen am Ochsenkopf eG, José-Ricardo Castro-Riemenschneider, strahlte mit der Sonne um die Wette: "Selbst bestimmt alt werden, bedürfnisgerecht und barrierefrei wohnen - dazu noch sicher, bequem und in der gewohnten Umgebung. In Fichtelberg ist dieser Wunschtraum jetzt Realität geworden." Zweiter Bürgermeister Karlheinz Glaser ist überzeugt, dass der Wohnpark ein Erfolg wird. Pfarrerin Christine Schlör und Pfarrer Josef Fischer segneten das neue Haus.

An Herausforderungen wie zunehmende Ansprüche an die Wohnung, geringer werdende Alterseinkünfte, Kostenexplosion im Gesundheitswesen und anderes, knüpfe das Projekt "Seniorenwohnpark Fichtelberg" an, das es älteren Menschen ermöglicht - in Verbindung mit einem Virtuellen Betreuungssystem und der Vor-Ort-Betreuung durch die Caritas - so lange als möglich selbstbestimmt zu leben, betonte der Vorstandssprecher der Joseph-Stiftung, Dr. Wolfgang Pfeuffer. Dass sich dadurch gleichzeitig eine Zukunftsperspektive für die Genossenschaft Wohnen am Ochsenkopf auftut, sei dabei mehr als nur ein angenehmer Nebeneffekt. Leider verfüge auch die Genossenschaft in Fichtelberg über nicht mehr zeitgemäße und auch nicht mehr modernisierbare Wohnungen, so dass einzelne Anlagen nach und nach abgerissen werden sollen. Dazu bedarf es geeigneter, bedürfnisgerechter Ersatzwohnungen für ältere Bewohner.

Roland Schramm, geschäftsführender Vorstand der Wohnen am Ochsenkopf eG, die einen Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Josephstiftung Bamberg hat, stellte das Musterhaus vor als "ein Leuchtturmprojekt für den ländlichen Raum, mit dem wir unserer unternehmerischen Verantwortung gerecht werden wollen: Flexible, schnelle, energieeinsparende Bauweise, altersgerechte Anpassungen, unmittelbare Nähe zur Sozialstation, zur katholischen Pfarrkirche, zu Ärzten, dem Roten Kreuz und dem Friedhof, einer Kommunikationsplattform für ältere Mitbürger".

Johanna Ritter kann sich jedenfalls sicher fühlen: Für sie wurde eine Haus-Überwachung installiert. So prüft das System, ob Fenster geschlossen sind, wenn die Mieterin das Haus verlässt. Falls vergessen wurde, das Wasser an der Badewanne abzudrehen, gibt ein Sensor schnell und lautstark Alarm. Bei Gefahr kann Ritter Kontakt über ein Notrufsystem aufnehmen. Aufgrund des großzügigen Angebots des Erbaurechtsgebers, der Diözese Regensburg, kann das System jederzeit erweitert werden, wenn Interesse an einer Wohnung im geplanten Seniorenwohnpark Fichtelberg besteht.

Mit 4,80 Euro pro Quadratmeter plus Nebenkosten gestalten sich die Mieten erträglich. Das Musterhaus hat 75 Quadratmeter Wohnfläche und ist für zwei Personen ausgerichtet. Die nachfolgenden Häuser werden weniger Wohnraum haben.

Die Möglichkeit zu einem Musterhausrundgang besteht am Sonntag, 26. Juni, und am Montag, 27. Juni, jeweils von 14 bis 17 Uhr.
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