Nachricht vom Verdächtigen
MIt Sohn auf der Flucht

Die Polizei veröffentlichte am Freitag das Bild des mutmaßlichen Täters mit seinem Sohn. Bild: Polizeipräsidium Niederbayern/dpa
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Bayern
19.11.2016
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Freyung. Ein 22 Jahre alter mutmaßlicher Mörder ist mit seinem kleinen Sohn auf der Flucht - und hat sich mit einer bizarren Botschaft gemeldet. Der Tatverdächtige hat nach Polizeiangaben aus dem Ausland eine Nachricht geschickt, wonach er sich stellen wolle. Zuvor mache er aber noch ein paar Tage Urlaub. Derzeit sei unklar, wo sich der Mann aufhalte, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Der 22-Jährige aus dem niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau soll seine zwei Jahre jüngere Partnerin umgebracht haben. Anschließend war er mit dem gemeinsamen 18 Monate alten Sohn geflüchtet. Über die Nachricht des Mannes hatte zuerst die "Passauer Neue Presse" berichtet.

Zudem wurden am Freitag weitere Details aus dem Obduktionsbericht bekannt. Demnach war die junge Frau bereits bis zu drei Wochen tot, bevor sie entdeckt wurde. Die genaue Todesursache werde aber aus ermittlungstaktischen Gründen nicht veröffentlicht, teilte die Polizei mit.

Großmutter findet Opfer


Die Mutter des Opfers hatte die Leiche der Frau am vergangenen Samstag in einem Mehrfamilienhaus in Freyung entdeckt - versteckt in einem Plastiksack. Die Frau hatte sich tagelang Sorgen gemacht, weil sie ihre Tochter nicht erreichen konnte. Nach der Flucht hatte der Tatverdächtige ein Foto an mehrere Personen aus seinem Umfeld geschickt. Es zeigt den jungen Mann mit seinem Jungen auf dem Arm und wurde in Frankreich aufgenommen. "Wir wissen aber nicht, in welchem Land sich der Mann derzeit aufhält", hieß es.

In der Nachricht hatte der 22-Jährige betont, dass er noch ein paar Tage Urlaub machen wolle, bevor er sich stellen werde. Der 22-Jährige wird per internationalem Haftbefehl gesucht. Wie es dem Buben geht, kann die Polizei nicht sagen. Der Tatverdächtige ist für die Polizei kein Unbekannter. Er war wegen mehrerer Einbruchsdiebstählen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.
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