Natürlich auch mit Handicap

Die ausgebildeten Umweltassistenten stellten beim Festabend ihre Arbeit und ihre Projekte vor. Bild: kro
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Bayern
13.05.2016
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Mit einem Festakt in der Werkstatt für Behinderte in Marktredwitz feierte am Dienstagabend die Ökologische Bildungsstätte Burg Hohenburg ihr 20-jähriges Bestehen. Das Motto: Natürlich auch mit Handicap.

Marktredwitz. Der Geschäftsführer der Lebenshilfe, Landesverband Bayern, Dr. Jürgen Auer, würdigte in seiner Festansprache vor allem den Motor der Ökologischen Bildungsstätte (ÖBI), Susanne Bosch. Ihr Engagement sei beispielhaft. Dr. Auer: "Hier wird inklusiv gearbeitet." Musikalisch umrahmt hat die Feierstunde die Lebenshilfeband "Funkenstein-Projekt".

Dr. Karl Döhler, Landrat und Lebenshilfe-Vorsitzender, begrüßte besonders alle Umweltassistenten der Werkstatt für Behinderte in Marktredwitz. Dr. Döhler bescheinigte der ÖBI eine hervorragende Arbeit, die weit über den Landkreis hinaus wirke. In den zwei Jahrzehnten seien viele Projekte entstanden. Dazu gehört in der Werkstatt für behinderte Menschen die Ausbildung für den Umweltschutz. Diese Ausbildung sei für alle Beteiligten sehr wertvoll, denn die Umweltassistenten übernähmen Verantwortung und leisteten einen wichtigen Beitrag für die Umwelt. Dr. Döhler: "Inklusion wird hier hervorragend umgesetzt. Wir haben nur diese eine Erde. Deshalb ist es wichtig, nachhaltig zu arbeiten." Dr. Jürgen Auer übermittelte auch die Grüße der Landesvorsitzenden der Lebenshilfe, Barbara Stamm. Er lobte das ökologische und gesellschaftliche Angebot der ÖBI. Dr. Auer wörtlich: "Sie haben die Menschen mitgenommen. Menschen, die vielleicht gar nicht wüssten, was sie alles können. Da zeigt sich, was Inklusion ist." Dr. Auer weiter: "Alle erfahren Teilhabe, jeder kann Verantwortung übernehmen." Menschen mit Behinderung, so der Sprecher, seien keine Bittsteller, "nein, sie engagieren sich". Das Projekt Umweltassistenten zeige dies eindrucksvoll auf. Dr. Auer dankte allen, die in der ökologischen Bildungsarbeit tätig sind. Gerade bei den Umweltassistenten könne man die Freude an der Arbeit spüren, "und dies ist wichtig". Umwelt und Naturschutz seien ein tolles Feld, um sich zu verwirklichen. Gleichzeitig dankte er allen Spendern und Sponsoren, ohne die solche Maßnahmen nicht durchführbar wären. Dem Team um Susanne Bosch wünschte der Festredner Kraft und Elan für die weiteren Projekte. Susanne Bosch stellte die ÖBI und das Projekt "Natürlich auch mit Handicap", bereichert durch viele Bilder, vor. Sie ging auch auf verschiedene Projekte und die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe in Mitterteich und einigen Grundschulen, unter anderem im Landkreis Tirschenreuth, ein. Insgesamt seien zehn Umweltassistenten ausgebildet worden, die sich im weiteren Verlauf des Festabends am Dienstag vorstellten.
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