Neuer Prozess wegen Totschlags: Frauenarzt im Ausland?
Angeklagter weg

Der Angeklagte. Archivbild: dpa
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Bayern
02.03.2016
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Landshut. Das Landgericht Landshut will den neuen Prozess wegen Totschlags gegen einen zunächst freigesprochenen Frauenarzt möglichst bald beginnen - doch vom Angeklagten fehlt jede Spur. Derzeit sei unklar, wo der Gynäkologe (56) sich aufhält, teilte das Gericht am Dienstag mit. Die zuständige Strafkammer werde aber über einen neuen Haftbefehl zügig entscheiden.

Der "Münchner Merkur" schreibt, dass sich der Mann - er wohnte zuletzt in Bad Iburg - nach Chile abgesetzt hat, das kein Auslieferungsabkommen mit Deutschland hat. Er war vor gut einem Jahr mangels Beweisen vom Vorwurf des Totschlags an seiner Ehefrau (60) freigesprochen worden. Nun hob der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil wegen Fehler in der Beweisführung auf. Nach Angaben des Landshuter Gerichts muss der Prozess neu aufgerollt werden. Die Richter müssten alle Verfahrensakten - 3400 Seiten - lesen. In den kommenden Wochen werde der Prozess geplant.
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