„Norbert Lodes Orchester in concert“ begeistert 900 Zuhörer
In Harmonie vereint

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Bayern
16.02.2016
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Nicht nur ale Moderator, sondern auch als Tänzer machte Michael Sommerer zusammen mit seiner Ehefrau Monika eine ausgezeichnete Figur.

Was als Vision seit Jahren in den Köpfen war und im Herbst mit ersten Proben begann, mündete am Samstag in einen überwältigenden Abend. 900 Besucher belohnten beim "Norbert Lodes Orchester in concert" die Speichersdorfer Musikanten und die Juramusikanten mit Ovationen für ein Programm der Extraklasse.

Speichersdorf. Neben den Musikern und Organisatoren um Matthias Busch und Markus Kolbeck galt der Applaus besonders dem geistigen und musikalischen Kopf des Projekts, Norbert Lodes. Der seit über 25 Jahren tätige 53-jährige Bayreuther Dirigent beider Orchester hatte in monatelanger Projektarbeit einen bislang einzigartigen harmonischen Klangkörper geformt.

Erstmals durchzog der mächtige Klang des 50-köpfigen sinfonischen Blasorchesters die Sportarena (wir berichteten). Die Instrumentalisten sorgten mit 16 höchst unterschiedlichen Welthits und Klassikern aus allen Genres und Epochen für einen vergnüglichen musikalischen Streifzug. Zum rund dreistündigen Programm der Speichersdorfer Musikanten und der Juramusikanten aus Hohenmirsberg gehörten klassische Werke, Musical- und Filmmelodien ebenso wie Marsch- und Polkastücke sowie fetzige Schlager- und Pophits. Mal dominierte das Orchester als Ganzes, mal stand ein einzelnes Instrumentalensemble oder ein Soloauftritt im Vordergrund.

So reiften eine Reihe von Programmtitel durch ihr jeweiliges Arrangement für sinfonisches Blasorchester zu einem besonderen Hörgenuss. Die "Concert Fanfare" von Kees Vlag und "Zarathustra 2000" in einer pfiffigen Klassik- und Beat-Version präsentierte so ein wuchtiger und majestätischer Klangkörper. Der böhmische Marsch "Carpe diem" kam mit dem Charme und Schwung eines blechinstrumentbetonten Orchesters daher. Als temperamentvolle Band erwiesen sich die Akteure bei "Gonna fly now" aus der Filmmusik zu Rocky, beim Melodienpotpourri des Musicals "My Fair Lady" mit Musik von Frederick Loewe und bei "Abba in concert" .

Bei Johann Sebastian Bachs Toccata in d-Moll stachen hingegen die Drums hervor, bei "Rozmana" die Posaunen, bei den böhmischen Polkas "Eine Holzgeschichte" und "Am Puls der Zeit" von Guido Henn die Querflöten und Klarinetten. Für eine besondere Note romantisch-sentimentaler Melodienseligkeit der Wiener Verträumtheit sorgten bei den "Strauß & Co."-Melodien die drei Violinenvirtuosen der Musikschule des Fichtelgebirgsvereins (FGV), Elvira Eppler, Magdalena Meier und Lisa Heining. Sie begleiteten auch die Evergreens "It's Raining Man" und "Music". Bei "Children of Sanchez" sorgten Trompete, Saxofon und Waldhörner für Gänsehaut. Einer von vielen Höhepunkten war der Soloauftritt von Manuel Lodes. Er fegte bei "Zirkus Renzi" in atemberaubender Geschwindigkeit über das Xylofon.

All das präsentierte das charmante Moderatorenduo Martina Bauer und Michael Sommerer dem Publikum mit fundierten, musikgeschichtlichen Hintergrundinformationen. Sie versäumten es auch nicht, den verstorbenen Weggefährten der Musiker und den Opfern des Bad Aiblinger Zugunglücks eine Gedenkminute zu widmen.

Zum gelungen Abend gehörten aber auch sehenswerte Solo-Einlagen. So schwebte zu Johann Strauß' "Wiener Blut" und "An der schönen blauen Donau" Moderator Michael Sommerer im Frack mit seiner Frau Monika im Ballkleid als Tanzpaar durch die Gänge. Beim Musical "Tanz der Vampire" von Jim Steinman zogen zwei Vampire in schwarz-weißer Maske durch die Reihen. Passend zu den einzelnen Werken änderten die Instrumentalgruppen im Orchester auch immer wieder ihr Outfit. Mal präsentierten sie sich mit Glitzerstirnbändern, mal mit Blumenhütten oder mit Sombreros.

Eine fantastische Lichtshow sorgte im Dunkel der Halle für bunt leuchtende Farbkaskaden. Über der Bühne thronte eine übergroße Leinwand, über die passende Landschafts- und Szenenbilder, Filmausschnitte und Showelemente zu den einzelnen Programmpunkten flimmerten.
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