Oktoberfest 2016
Mehr Sicherheit für die Wiesn

Polizisten sichern beim Münchner Oktoberfest auf der Theresienwiese in München eine Kreuzung. Die Münchner Polizei und das Kreisverwaltungsreferat haben ihr Sicherheits- und Verkehrskonzept für das Oktoberfest vorgestellt. Bild: dpa
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Bayern
14.09.2016
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"Es gibt keinerlei Hinweise auf eine konkrete Gefährdung. Jeder Besucher kann sich auf dem Oktoberfest sicher fühlen." Zitat: Werner Feiler, Polizeivizepräsident von München

München rüstet sich für das größte Volksfest der Welt. Die Verantwortlichen, so sagen haben alles getan, damit das Oktoberfest auch dieses Jahr friedlich verläuft.

München. Mit umfassenden Sicherheits- und Einsatzkonzepten für das Oktoberfest reagieren Polizei und Stadt dieses Jahr auf die gestiegene Terrorangst. Mehr Polizisten, mehr Videokameras, mehr Ordnungskräfte und intensivere Kontrollen sollen auf dem erstmals rundum eingezäunten Gelände die Sicherheit gewährleisten. "Es gibt keinerlei Hinweise auf eine konkrete Gefährdung", betonte Polizeivizepräsident Werner Feiler am Mittwoch erneut.

Mehr Beamte und Kameras


Die Polizei hat bis zu 600 Beamte im Einsatz, rund 100 mehr als in den Vorjahren. Bis zu 29 Videokameras statt bisher 19 liefern Bilder vom Festgelände. Wie schon in den Vorjahren gilt über dem Fest eine Flugverbotszone, die von Polizeihubschraubern überwacht wird. "Jeder Besucher kann sich auf dem Oktoberfest sicher fühlen", sagte Feiler. "Wir werden die Beeinträchtigung für die Bürger so gering wie möglich halten." Die Stadt München als Veranstalter des Volksfestes hat 450 Ordnungskräfte engagiert, rund 200 mehr als im Vorjahr. Zusammen mit den Helfern in den Zelten sind rund 2000 Ordner eingesetzt. Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle rief alle Besucher auf, Taschen und Rucksäcke zu Hause zu lassen - dann erübrige sich die Kontrolle an den Zugängen. Es gebe zwar neue Aufbewahrungsstellen. Aber: "Die beste Lösung ist, diese Dinge erst gar nicht mitzunehmen."

Hirschfänger - eine Art Messer, das zu manchen Trachten gehört - seien nicht erlaubt. Lediglich beim traditionellen Trachtenumzug am Sonntag dürften die Teilnehmer Waffen mitnehmen. "Die mitgeführten Schusswaffen dürfen allerdings nicht geladen sein", sagte Böhle. Wichtige Nachricht angesichts des für Samstag angekündigten Wetters: Regenschirme darf man mitbringen. Heute stellt Wiesn-Chef Josef Schmid die Neuerungen auf dem Oktoberfest vor. Neben den schärferen Sicherheitsvorkehrungen geht es unter anderem um Neuerungen im Gastrobereich. So bieten immer mehr Gastronomen veganes Essen an.

Nur kleine Wiesn


Wirte und Schausteller teilen sich die Theresienwiese heuer mit den Bauern, es gibt daher nur eine sogenannte kleine Wiesn. Im Südteil des Festgeländes findet in der ersten Wiesn-Woche das Zentral-Landwirtschaftsfest (ZLF) statt, bei dem sich die Bauern mit Tieren, Handwerk und Brauchtum präsentieren.

Es gibt keinerlei Hinweise auf eine konkrete Gefährdung. Jeder Besucher kann sich auf dem Oktoberfest sicher fühlen.Werner Feiler, Polizeivizepräsident von München


Was wird Wiesn-Hit?Schon vor Beginn des Oktoberfests wird über den Wiesn-Hit 2016 spekuliert. Gehandelt werden nach Berichten im Internet vor allem "Hulapalu" von Andreas Gabalier und "Ham kummst" von Seiler und Speer . Auch "Gloana Bauer" von Gstanzlsänger Riegler Hias könnte eine Chance haben. Nicht unbedingt Mainstream, aber Geheimtipp unter Insidern: "Auf da Wiesn" von den Wiesn Allstars - dazu haben sich diverse Wiesn-Bands zusammengetan. Einen Wiesn-Hit zu landen und entsprechende Erwähnung zu finden gilt als Auszeichnung und bedeutet hohe Bekanntheit über das Volksfest hinaus. (dpa)
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Sigismund Ruestig aus Sulzbach-Rosenberg | 15.09.2016 | 14:16  
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