Otto-Hahn-Gymnasium unterstützt weiterhin Dr. John Kattrukudiyil bei seiner Arbeit im Nordosten ...
Bischof stets auf Achse

Studiendirektor Stefan Niedermeier (links), Leiter des Otto-Hahn-Gymnasiums, sagte dem indischen Bischof Dr. John Kattrukudiyil (rechts) seine Unterstützung zu. Bild: privat
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Bayern
04.06.2016
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Marktredwitz. Bischof Dr. John Kattrukudiyil wird stets mit offenen Armen empfangen, wenn er das Otto-Hahn-Gymnasium besucht. Die guten Kontakte pflegt auch der neue Schulleiter. Studiendirektor Stefan Niedermeier nahm sich viel Zeit, um mit dem Gast über sein Herkunftsland und seine besondere Situation im Urwald von Nordostindien zu sprechen.

Das Otto-Hahn-Gymnasium unterhält eine intensive Beziehung zur "Holy Trinity School" in Bandardewa. Auf Initiative von Studiendirektorin Irmtraud Schröttel wurde eine E-Mail-Partnerschaft unter den Schülern gegründet. Unterstützung bekommt sie dabei von Studiendirektor Jürgen Herr. Regelmäßig gibt es Spendensammlungen bei den Schulgottesdiensten. Auch beim aktuellen Besuch konnte der Bischof aus den Händen der Schulleitung 500 Euro in Empfang nehmen.

Die Begegnung mit den Schülern fand mit einer sechsten Klasse statt. Evangelische und katholische Schüler hatten sich auf die Unterrichtsstunden vorbereitet. Irmtraud Schröttel und ihre Freundin Katharina Wiegel hatten vor zwei Jahren den Bischof im Urwald besucht und gaben den Schülern in Wort und Bild einen Erfahrungsbericht. Dabei versäumten sie nicht, die besondere Situation der Kinder und Jugendlichen aus den einzelnen Stämmen deutlich zu machen. Den Bischof betitelte man als "Bischof on the roads", denn er ist dauernd unterwegs in einem schwierigen Gelände, das nicht voll erschlossen ist.

Der Bischof selbst stellte sich gerne der Wissbegierde der Sechsklässler und beantwortete viele Fragen, die auch Privates betrafen. Man könne das Leben der Kinder im Urwald nicht mit dem Leben der Kinder hier vergleichen. Nur allmählich setze sich in Nordostindien die Einsicht durch, dass für Kinder Bildung das Wichtigste sei. Denn viele Eltern sähen es lieber, wenn die Kinder auf dem Feld arbeiten würden. Bischof Dr. John Kattrukudiyil berichtete, er habe in der Zwischenzeit für 16 000 Kinder und Jugendliche zu sorgen, die Unterkünfte und Verpflegung, Schulen und Lehrer bräuchten. "Das ist manchmal nicht einfach", meinte der Bischof und fügte hinzu, dass die Liebe zu den Kindern dies aber erfordere.
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