Pfarrer Ndjimbi gibt auf
Morddrohungen in Zorneding

Kein guter Ort für einen kongolesischen Priester: Olivier Ndjimbi-Tshiende wurde nach Kritik an rassistischen Äußerungen von CSU-Kommunalpolitikern als "Neger" bezeichnet. Bild: dpa
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Bayern
06.03.2016
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Zorneding. Nach fünf Morddrohungen gegen ihn tritt der katholische Pfarrer der oberbayerischen Gemeinde Zorneding (Landkreis Ebersberg), Olivier Ndjimbi-Tshiende, zurück. Am 1. April werde der 66 Jahre alte gebürtige Kongolese eine neue Stelle im Bistum antreten, sagte der Sprecher des Erzbistums München und Freising, Bernhard Kellner, am Sonntag. Ndjimbi-Tshiende hatte sich gegen rassistische Äußerungen der ehemaligen CSU-Ortsvorsitzenden Sylvia Boher positioniert. Boher hatte im örtlichen Partei-Mitteilungsblatt geschrieben, Bayern werde von Flüchtlingen überrannt, es handele sich um eine Invasion. Migranten aus dem afrikanischen Eritrea nannte sie Militärdienstflüchtlinge. CSU-Vize Johann Haindl bezeichnete Ndjimbi-Tshiende als "Neger". Nach massiver Kritik traten Boher und Haindl im November zurück.

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