Plädoyers im Prozess um Mord an schwangerer Geliebter in Aschaffenburg
Staatsanwalt fordert Höchststrafe

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Bayern
12.05.2016
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Aschaffenburg. Die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg hat wegen Mordes an der schwangeren Rebecca die Höchststrafe für den Ex-Freund gefordert. Der 32-Jährige hatte eingeräumt, seine damalige Geliebte erdrosselt und damit auch sein ungeborenes Kind getötet zu haben. Der Oberstaatsanwalt beantragte am Mittwoch vor dem Landgericht lebenslange Haft und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Er sagte in seinem Plädoyer, der Hauptangeklagte habe seine Ehe in Gefahr gesehen. Eine Entscheidung will das Gericht am Donnerstag verkünden.

Für einen mitangeklagten 26 Jahre alten Freund forderte die Staatsanwaltschaft sechseinhalb Jahre Haft. Er soll dem Hauptangeklagten ein Alibi verschafft und ihm zugesagt haben, die Leiche später zu entsorgen. Die Verteidigung beantragte 14 Jahre Gefängnis wegen Totschlags für den 32-Jährigen. Rebeccas Eltern, die als Nebenkläger teilnahmen, verfolgten die Schlussvorträge mit versteinerten Mienen. Als ihre Anwältin von Rebeccas "ungeborener Tochter Lea" sprach, standen der Mutter Tränen in den Augen. Als dessen Verteidiger sagte, sein Mandant habe die Beziehung zu Rebecca zuweilen als ambivalent und ausnutzend empfunden, verließen Rebeccas Vater und einige Zuschauer protestierend den Gerichtssaal.
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