Polizei nimmt Abschied von getötetem Kollegen
"Angriff auf unsere Werte"

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Bayern
31.10.2016
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Nürnberg. Mit einem Trauergottesdienst haben am Samstag in Nürnberg Angehörige und die bayerische Polizei Abschied von dem in der Vorwoche im mittelfränkischen Georgensgmünd getöteten Polizisten genommen. Auch Freunde aus seinem mecklenburgischen Heimatort und frühere Weggefährten gedachten des 32-Jährigen. Der Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) war von einem 49 Jahre alten "Reichsbürger" bei einer Razzia erschossen worden. Mit dem Beginn des Gottesdienstes um 15 Uhr legten Polizisten in ganz Deutschland eine Schweigeminute ein, Streifenwagen unterbrachen Fahrten und hielten an.

Den mit gelben und weißen Blumen geschmückten Sarg flankierten sechs Kameraden des erschossenen Polizisten. An dem Gottesdienst nahmen auch Abordnungen von Polizeiverbänden aus dem In- und Ausland teil. Die Leistungen des jungen Kollegen würdigte der Nürnberger Polizeipräsident Johann Rast - dabei brach er immer wieder in Tränen aus.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) erinnerte in seiner Rede an die hervorragenden Leistungen des jungen Polizeibeamten. Die tödlichen Schüsse auf ihn seien ein "Angriff auf unsere Werte, den Rechtsstaat, uns alle". Sein Tod müsse Anlass sein, "gegen sogenannte Reichsbürger mit aller Konsequenz vorzugehen und ihnen sämtliche Waffen zu entziehen". Der mutmaßliche Schütze sitzt inzwischen unter anderem wegen Mordes in Untersuchungshaft. Bei den Schüssen war der SEK-Beamte so schwer verletzt worden, dass er später starb.
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