Polizei schnappt mutmaßlichen Mörder aus München
Zugriff am Jakobsweg

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Bayern
11.11.2016
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Am Jakobsweg in Spanien hat die Polizei den mutmaßlichen Mörder einer Münchener Architektin gefasst. Nun soll er nach Deutschland ausgeliefert werden.

München. Die Polizei hat den mutmaßlichen Mörder einer Münchener Architektin in Spanien gefasst. Der 44-jährige ehemalige Lebensgefährte der Frau sei in Villadangos del Páramo verhaftet worden, teilten die Ermittler am Donnerstag mit. Der Ort liegt im Nordwesten Spaniens am Jakobsweg, auf dem Pilger zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela wandern.

Jahrelang gestalkt


Der international gesuchte Mann sei der spanischen Polizei bereits am Dienstag bei einer Routinekontrolle ins Netz gegangen und solle nun an Deutschland ausgeliefert werden - voraussichtlich in einigen Tagen. Die Staatsanwaltschaft habe die Auslieferung beantragt und sei für das Verfahren zuständig. Der 44-jährige Architekt soll seiner Ex-Freundin jahrelang nachgestellt und sie Mitte August vor ihrer Haustür im Münchener Stadtteil Obergiesing erstochen haben. Die Frau hatte zuvor unter anderem ein Kontaktverbot erwirkt. Zwei Tage nach dem Mord hätte der mutmaßliche Täter wegen seines Verhaltens erneut vor Gericht stehen sollen.

Seit der Tat war der Mann spurlos verschwunden. Wegen seiner Vorliebe für die Berge dehnte die Polizei die Suche auch auf die Alpen aus und hängte in Berghütten Fahndungsplakate aus. Warum der Mann am Jakobsweg unterwegs war, ist nicht klar. "Ob er dort auch seiner Leidenschaft nachgegangen ist, wissen wir nicht", sagte Polizeisprecher Gottfried Schlicht. "Wir wissen nur, dass er in Deutschland und Bayern sehr bergaffin war."

Anfang September hatte die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" über den Fall berichtet. Danach gab es mehrere Hinweise, aber keine heiße Spur.
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