Preisträgerinnen im Landeswettbewerb "Die Deutschen und ihre Nachbarn"
Spurensuche führt nach Ungarn

Der neue Schulleiter Stefan Niedermeier überreichte Vanessa Schenkel, Kathrin Kuchenreuther (hintere Reihe, von links) sowie Michelle Reimchen, Lisa-Marie Rodler und Juliane Reithmeier (vorne von links) Preise. Bild: hfz
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Bayern
13.04.2016
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Marktredwitz. Dass Geschichte sehr spannend sein kann, bewiesen beim Landeswettbewerb "Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn" fünf Oberstufenschülerinnen des Otto-Hahn-Gymnasiums. Vanessa Schenkel, Kathrin Kuchenreuther, Michelle Reimchen, Lisa-Marie Rodler und Juliane Reithmeier erhielten für ihre Beiträge jeweils einen 20-Euro-Gutschein. Insgesamt nahmen fast 400 Schüler teil. Ein besonderes Extra: Die Gewinnerinnen erhielten die Preise vom neuen Schulleiter Stefan Niedermeier, der mit Lob nicht sparte, sich aber wunderte, dass sich kein einziger junger Mann unter den Preisträgern befand.

Ungarn und die Slowakei standen vergangenes Jahr im Mittelpunkt des bayernweiten Wettbewerbs. In der wechselvollen Geschichte beider Staaten spielt Bayern eine wichtige Rolle: Der erste ungarische König Stephan heiratete im Frühmittelalter die bayerische Herzogstochter Gisela. In das neue Königreich Ungarn, das damals auch die Gebiete der heutigen Slowakei umfasste, wanderten tausende Deutsche aus und nannten sich Donauschwaben, Siebenbürger Sachsen oder Karpatendeutsche. Im 20. Jahrhundert wiederum wurden viele Deutschstämmige von dort vertrieben und fanden ihre neue Heimat in Bayern. Bei der Wiedervereinigung Deutschlands und Europas schließlich spielte Ungarn eine zentrale Rolle, da hier der Eiserne Vorhang zwischen Ost und West zuerst geöffnet wurde. Zahlreiche Gründe also, die für eine nähere Beschäftigung mit diesen beiden Ländern sprechen.
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