Prognos und Focus: Der Landkreis Kelheim belegt in mehreren Studien einen Spitzenplatz in ...
Kelheim ist Bindeglied zur Oberpfalz

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Bayern
24.10.2014
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Kelheim ist der geographische Mittelpunkt, sozusagen das Herzstück, Bayerns und zählt rund 15 650 Bürger. Der Landkreis mit rund 114 500 Einwohnern - als westlichster Teil des Regierungsbezirks Niederbayerns, mit vielfältigen historischen, kulturellen und sozioökonomischen Bindungen und Verbindungen zur Oberpfalz und insbesondere zum Oberzentrum Regensburg ausgestattet - versteht sich wirtschaftspolitisch auch als Bindeglied.

Aber wie kann sich der Landkreis Kelheim zwischen Boom-Regionen behaupten? "Die Zugehörigkeit zu verschiedenen Planungsregionen, besonders die Lage inmitten pulsierender Oberzentren wie Regensburg, Landshut, München und Ingolstadt haben wir nie als wirtschaftlichen Nachteil empfunden", erklärt Landrat Dr. Hubert Faltermeier.

"Im Gegenteil, den kommunalpolitischen Akteuren im Landkreis Kelheim war stets bewusst, dass diese Lage, bei allen administrativen Hemmnissen, in wirtschaftlicher Hinsicht, als Produktionsstandort oder verkehrstechnisch und arbeitsmarktpolitisch, auch von großem Vorteil sein kann." Aufgrund seiner beachtlichen Standortpotenziale zählt Kelheim zu den wichtigsten Dienstleistungs- und Versorgungsstandorten in der Region. Ebenso ist die Kreisstadt Standort bedeutender öffentlicher Einrichtungen wie der Goldberg-Klinik, dem Landratsamt, das derzeit im Donaupark neu gebaut wird, und Bildungseinrichtungen. "Bildung hat in Kelheim für alle Generationen Vorfahrt: von den Kindertagestätten und -gärten über Grund- und Mittelschule, Gymnasium, FOS/BOS sowie beiden Volkshochschulen von Stadt und Landkreis wie der städtischen Sing- und Musikschule", erklärt Kelheims Bürgermeister Horst Hartmann.

Vorfahrt für Bildung

Um die Rolle als Bildungsstandort in der Region zu behaupten, werden zahlreiche Investitionen in die Bildungsinfrastruktur getätigt. In den vergangenen Jahren wurden und werden beispielsweise die Wittelsbacher Mittelschule (Investitionsvolumen in Höhe von rund 10 Millionen Euro), die Schulen Nord und Hohenpfahl grundlegend modernisiert.

Ebenso konnten sich jüngst die Kinder in der Kindertagestätte Maria Himmelfahrt sowie im Kindergarten Heilig Kreuz über den Einzug in Neubauten freuen. Auch andere Städte im Landkreis wie Abensberg, Mainburg, Neustadt und Riedenburg investieren sehr viel in Schulen und Kindergärten - und das aus gutem Grund, wie Landrat Faltermeier berichtet: "Als einem von wenigen ostbayerischen Landkreisen wird Kelheim in den kommenden zwei Jahrzehnten eine positive demographische Entwicklung prognostiziert. Dies gilt auch für die Zukunftschancen insgesamt, wie uns eine Studie des Prognos-Instituts attestiert."

Die hervorragenden beruflichen und schulischen Bildungsmöglichkeiten im Landkreis, aber natürlich auch in Verbindung mit der Universität in Regensburg und den Fachhochschulen in Regensburg und Landshut trügen dazu ganz wesentlich bei. "Und natürlich, dass der Landkreis Kelheim gesegnet ist mit einer außergewöhnlichen Naturvielfalt mit hervorragenden Möglichkeiten der Naherholung."

Diese Stärken wurde dem Landkreis auch in der aktuellen Lebenswertstudie des Nachrichtenmagazins Focus mit einem Platz in den "Top Ten" bescheinigt: Im bundesweiten Ranking belegt Kelheim den Spitzenplatz sechs von 402 Landkreisen und kreisfreien Städten. Trotz dieser hervorragenden Bewertungen und Aussichten sieht Horst Hartmann auch Verbesserungspotenzial, um die Vorzüge der Region noch mehr herauszustellen: "Der Tourismus spielt bei uns eine sehr große Rolle." Speziell die Kreisstadt tue unter anderem durch eine stetige Verbesserung der Infrastruktur sehr viel für ihre Besucher, dennoch gäbe es insgesamt noch Luft nach oben: "Bei den Übernachtungen können wir noch zulegen, deswegen hoffen wir auf Investoren und unternehmerischen Mut - gerade auch bei den vorhandenen Hotels, Pensionen und Ferienhäusern - damit das Angebot noch größer wird".

Stärker zusammenarbeiten

Der Landkreis habe schließlich nicht nur Attraktionen mit Weltruhm wie die Befreiungshalle und das Kloster Weltenburg, sondern auch wunderschöne Rad- und Wanderwege zu bieten. Hier müssten laut Hartmann die Städte und Gemeinden der Region noch stärker zusammenarbeiten, damit sich die Verweildauer weiter erhöht.

In dieses Horn stößt auch Faltermeier: "Die wirtschaftspolitischen Akteure im ostbayerischen Raum sollten sich und die vielfältigen Aktivitäten und Projekte im gesamten Umfeld kennen. So können alle voneinander lernen und letztlich auch profitieren."
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