Prozess gegen Bordell-Chefin hinter verschlossenen Türen
Freier erpresst

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Bayern
30.07.2016
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München. Eine Bordell-Chefin und ihr Sicherheitsbeauftragter sind am Freitag vom Münchener Landgericht zum Vorwurf der Erpressung eines Ex-Freiers und Liebhabers der Frau vernommen worden. Auch das Opfer sagte aus. Die Strafkammer schloss die Öffentlichkeit zum Schutz des Unternehmers aus.

Im Ermittlungsverfahren waren die Angeklagten weitgehend geständig. Der Staatsanwaltschaft zufolge hatten die damalige Prostituierte und das spätere Opfer seit Jahren eine Beziehung, in der sich der Unternehmer äußerst großzügig zeigte. Er habe der attraktiven Frau regelmäßig drei- bis vierstellige Beträge überwiesen und ihr eine Wohnung sowie ein eigenes Bordell finanziert. Einen 2015 aufgelaufenen Fehlbetrag von 250 000 Euro wollte er aber nicht ausgleichen. Daraufhin hat die 41-Jährige dieses Geld aus ihm herausgepresst mit der Drohung, seine Frau über das Verhältnis zu informieren.

Einige Monate später habe sie sich mit dem Sicherheitsbeauftragten zu einer weiteren Erpressung mit heimlich gemachten Fotos entschlossen. Die 41-Jährige forderte sechs Millionen Euro. Diesmal zahlte das Opfer nicht. Der Unternehmer hat laut Bürgerlichem Gesetzbuch Anspruch auf Rückzahlung der Schenkungen wegen "groben Undanks".
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