Rechtsextreme haben offenbar neues Kreuz auf Schafreiter aufgestellt
Verwirrung um Gipfelkreuz

Das Gipfelkreuz auf dem Schafreiter nahe Lenggries wurde von einem Unbekannten mit einer Axt schwer beschädigt. Bild: dpa
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Bayern
07.09.2016
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Eine kleine Serie beschädigter Gipfelkreuze hat Unfrieden in die Alpenidylle gebracht. Nun ist an einem Ort wieder ein Kreuz aufgestellt worden. Doch die Gruppe, die wohl dafür verantwortlich ist, löst noch mehr Unruhe aus.

Lenggries. Erst haben drei beschädigte Gipfelkreuze in den bayerischen Alpen für Aufregung gesorgt, nun steht ein neues auf dem 2102 Meter hohem Schafreiter bei Lenggries (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) - das gibt aber Stoff für neue Diskussionen. Die Polizei hatte nach Auskunft vom Dienstag keine Informationen zu den Kreuzaufstellern.

Bei diesen soll es sich um Rechtsextreme der "Identitären Bewegung" gehandelt haben. "Aktivisten haben sich dazu entschlossen, das Kreuz wieder aufzustellen. Als eine Art symbolischer Akt", zitierte die "Bild"-Zeitung einen Sprecher der Bewegung. Auf Anfrage reagierte die Gruppe zunächst nicht.

Sprecher Thomas Bucher vom Deutschen Alpenverein (DAV) bestätigte, dass es dort ein neues Kreuz gebe, konnte aber dazu nichts Näheres sagen. "Das sind alles Mutmaßungen", sagte er. Der Verein plant, das neue Kreuz auf dem Schafreiter, der an der Grenze zwischen Bayern und Tirol liegt, im Oktober durch ein robusteres zu ersetzen. Ein Gipfelkreuz war laut Polizei im Juli auf dem Prinzkopf, ein weiteres an der Dudl-alm im Längental abgehackt worden. Das auf dem Schafreiter wurde so stark beschädigt, dass entfernt werden musste.
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