Rumänische Arbeiter nicht bezahlt
Betrug auf Justiz-Baustelle

Ausgerechnet auf einer Baustelle für die Justiz haben Arbeiter wohl keinen Lohn bekommen: 17 in Nürnberg beschäftigte Rumänen haben sich an eine Beratungsstelle gewandt. Sie haben zudem wohl schwarz gearbeitet. "Kein Einzelfall", sagt eine Beraterin. Bild: dpa
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Bayern
24.02.2016
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Nürnberg. Auf der Baustelle des Nürnberger Justizzentrums sind zahlreiche Arbeiter offenbar um ihren Lohn gebracht worden. Es hätten sich 17 rumänische Arbeiter gemeldet, die für Dezember und Januar kein Geld erhalten hätten, sagte Laura Chelebet vom gewerkschaftsnahen Beratungsbüro für entsandte Beschäftigte in Berlin am Dienstag. Die Männer seien von einer rumänischen Firma nach Deutschland geschickt worden. Es gehe um etwa 21 000 Euro. Nachdem sich die Beratungsstelle mit der rumänischen Firma in Kontakt gesetzt habe, seien die Arbeiter nach Hause geschickt worden. Fünf weitere hätten inzwischen die Arbeit niedergelegt. Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk über den Fall berichtet. Bislang habe sie zudem keine Bescheinigungen gesehen, dass die Arbeiter legal hier beschäftigt wurden. "So wie es jetzt aussieht, haben die schwarz gearbeitet", sagte Chelebet. Das staatliche Bauamt Erlangen-Nürnberg als Bauherr sieht sich nicht in der Pflicht. Die Haftung liege beim Generalunternehmer. Das Münchener Sub-Unternehmen habe mitgeteilt, dass es die vereinbarten Abschlagszahlungen an das rumänische Unternehmen ausbezahlt habe. Auf der Baustelle entsteht für 27 Millionen Euro ein neues Strafjustizgebäude.

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