Säugling war fast verhungert
Sieben Jahre Haft für Mutter

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Bayern
30.06.2016
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Augsburg. Weil sie ihr Baby fast verhungern ließ, muss eine Mutter sieben Jahre in Haft. Das Landgericht Augsburg verurteilte die 29-Jährige am Mittwoch wegen versuchten Totschlags. "Sie nahm den Tod ihres Kindes billigend in Kauf", sagte der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung. Die fünffache Mutter hatte ihre drei jüngsten Kinder wochenlang vernachlässigt und unzureichend ernährt. Der acht Monate alte Säugling war so schlecht versorgt, dass er im Mai 2015 mit Lebensgefahr ins Krankenhaus kam."Mir tut das alles schrecklich leid. Ich wollte meinem Kind nicht schaden", beteuerte die Angeklagte im Schlusswort unter Tränen. Doch ihre Erklärung, sie habe die dramatische Lage ihres Babys nicht bemerkt, nennt der Richter "blanker Unsinn". Die Bilder des Babys, das sich in einem "erbärmlichen Zustand" befand, hätten ihn schockiert. Das Strafmaß lag noch über dem Antrag der Anklage.

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