Schicksalen nachgespürt

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Bayern
25.11.2014
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Mit einem aufwendigen Geschichtsprojekt haben Münchner Gymnasiasten die Schicksale von jüdischen Schülern und einem Lehrer während der Nazi-Zeit aufgespürt. "Die Tatsache, dass diese Namen erst jetzt ins Licht treten, hat uns sehr bewegt", sagte der Zwölftklässler Tariq Gamra vom Gisela-Gymnasium, wo das Projekt "Denk Mal - Erinnerung im öffentlichen Raum" läuft.

Die von den Nazis verfolgten 44 Schüler hätten die damalige Gisela-Oberrealschule spätestens kurz nach den Pogromen vom 9. November 1938 verlassen. Danach wurden drei Schüler der Gisela-Oberrealschule, ein Lehrer und viele ihrer Angehörigen deportiert und ermordet. Ein Jugendlicher habe die Konzentrationslager in Auschwitz und Mauthausen überlebt. Die meisten seien ins Ausland emigriert.

Gamra und seine sieben Mitschüler wurden von ihrem Geschichtslehrer Reinhold Schira unterstützt. Sie recherchierten im Schularchiv, entzifferten Akteneinträge in Sütterlin-Schrift und bekamen auch Hilfe etwa vom Jüdischen Museum und der Israelitischen Kultusgemeinde in München oder dem Vermissten-Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes.
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