Sieger bei "Jugend forscht"
Überflieger aus Bayern

Jungforscher Tassilo Schwarz aus Traunstein posiert in Paderborn mit einer 3-D-Brille, 3-D Kameras und einer Drohne. Er hat sich mit der Erkennung und Erfassung von Drohnen in Flugräumen beschäftigt. Bild: dpa
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Bayern
30.05.2016
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Sie lassen Drohnen steigen oder untersuchen den Blutzuckerspiegel: Junge Tüftler aus Bayern haben bei "Jugend forscht" abgeräumt. Auch Oberpfälzer sind unter den Gewinnern.

Paderborn/München. (dpa/epd) Zwei Nachwuchs-Wissenschaftler aus Bayern sind am Sonntag in Paderborn zu Bundessiegern bei "Jugend forscht" gekürt worden. Auch drei zweite Preise und mehrere Sonderpreise gingen an Teilnehmer aus dem Freistaat.

Den Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit erhielt Tassilo Schwarz (17). Der Gymnasiast aus Traunstein entwickelte ein Abwehrsystem zum Aufspüren und Verfolgen von Drohnen. Zwei Digitalkameras nehmen den zu überwachenden Luftraum in Stereo auf. Dringt eine Drohne in diesen ein, nimmt das System sie mithilfe einer ausgefeilten Software ins Visier und verfolgt ihre Flugbahn. Sara-Luisa Reh (16) und Anja-Sophia Reh (14) aus Augsburg überzeugten die Jury im Fachgebiet Biologie. Die beiden untersuchten in einer Einzelfallstudie, inwiefern der Menstruationszyklus den Blutzuckerspiegel und die Insulinfreisetzung bei Diabetikerinnen beeinflusst.

Zweite Preise erhielten Johannes Meier aus Neumarkt im Fach "Arbeitswelt", Michael Eibl und Sandra Krogner aus Burglengenfeld (Kreis Schwandorf) im Fach "Chemie" sowie das Forscher-Trio Luca Ponzio und Johannes Konrad aus Straubing und Daniel Itkis aus München im Fach "Physik".

Sonderpreise gingen an die Gymnasiasten Alexander Gottschick aus Erlangen und Paul Lepschy aus Passau sowie an Maximilian Reitenspies aus Nürnberg und Annika Merz aus Würzburg. Für die beste interdisziplinäre Arbeit erhielt Alexander Rotsch (19) aus Brandenburg ein Preisgeld von 3000 Euro. Der 19-Jährige forschte darüber, wie das Lichtspektrum, dem eine Pflanze ausgesetzt ist, ihre chemischen Abwehrkräfte beeinflusst.

Beim 51. Bundeswettbewerb "Jugend forscht" hatten 191 Nachwuchsforscher der Jury insgesamt 110 Projekte vorgestellt. Seit Donnerstag hatten die Landessieger des 1965 vom damaligen "Stern"-Chefredakteur Henri Nannen gegründeten Wissenschaftswettbewerbs den Juroren ihre Arbeiten vorgestellt.
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