Soldaten- und Kameradschaftsverein zeigt Filme aus dem Jahr 1989
Schlachtszenen im Gewächshaus

Schriftführer und Hobbyfilmemacher Manfred Bauer (vorne) präsentierte beim Kameradschaftsabend den rund 60 Besuchern Ausschnitte aus dem Dorfleben vor 26 Jahren. Bild: hia
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Bayern
06.04.2016
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"Das waren noch Zeiten" - gut und gerne hätten Schriftführer Manfred Bauer und Vorsitzender Manfred Kauper den Kameradschaftsabend des Soldaten- und Kameradschaftsvereins am Samstag im Dorfgemeinschaftshaus unter dieses Motto stellen können.

Windischenlaibach. Der Hobby-Filmemacher und Fotograph Manfred Bauer hatte zwei Filmsequenzen von gesellschaftlichen Höhepunkten aus dem Jahr 1989 in Windischenlaibach mitgebracht. Zum Beispiel vom Sauschlachten im Gewächshaus der Gärtnerei mit Dorfmetzger Gerch Pscherer, in jeder Hinsicht historische Aufnahmen, die er den rund 60 Besuchern zeigte. Es war Ende der 1980er Jahre eine Zeit, als noch Dinge gemacht werden konnten, die heute undenkbar sind.

Seit der Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses gehöre der Kameradschaftsabend zur festen Einrichtung im Veranstaltungskalender, sagte Kauper. Mit dem gemütlichen Beisammensein pflege der 61 Mitglieder zählende Verein seit Jahrzehnten die Geselligkeit und dankte den vielen Helfern für alle Mühen und die vielen Termine - zum Beispiel das heuer zum 13. Mal stattfindende Backofenfest, ein überregionaler Publikumsmagnet.

Deshalb waren die Mitglieder zu Schaschlikpfanne und Schnitzel eingeladen. Das i-Tüpfelchen setzte dem Abend der ehemalige Gemeinderat und Gärtnermeister Manfred Bauer auf. Seit Jahrzehnten hält der leidenschaftliche Filmer und Fotograf markante Ereignisse, Ausflüge und Veranstaltungen in Bild und Ton fest. So entstand ein Privatarchiv mit historischen Dokumenten von unschätzbarem Wert. Auch technisch hat er die ganze Entwicklung miterlebt. 1989 lösten die wesentlich kleineren und bis zu vier Stunden bespielbaren Magnetbänder die VHS-Kassetten ab. Er leistete sich damals das dazu passende Aufzeichnungsgerät. Bauer versprach, dass es jedes Jahr was Neues geben werde.

Unvergessene Originale


Diesmal sorgten die Bilder von der viertägigen Kirchweih vor 26 Jahren für viel Lachen und Staunen. Es wurde aber auch gerätselt, wer der eine oder andere sein und heißen könnte. Mal hielt der eine oder andere kurz inne, als längst verstorbene Weggefährten wie die unvergessenen Windischenlaibacher Originale Jim Matzke, Hilde Gräbner, Georg Bauer, Wolfgang Mischke und Bernhard Lothes für einen Augenblick wieder präsent waren.

Vier Tage war das Zelt im Garten neben dem Feuerwehrhaus proppenvoll. Nicht weniger erinnerungsträchtig waren die Vorbereitungen, der Einzug und das Gstanzlsingen der acht Kirwapärchen. Nicole und Markus Kauper zogen das Kirwawägelchen. Unvergessen auch die Kirwa-Blaskapelle mit den Trompetern Hans Dorsch und Hans Schimmel sowie Akkordeonvirtuose Johann Fraunholz. Für Heiterkeit und süffisante Kommentare sorgten Bar- und Zeltszenen. Ebenso, als mit Holzstangen und Lenkrad der erste "Bürgerbus mit Anhänger" mit Klaus Engelbrecht am Steuer sowie der Vorläufer des Bobfahrerlieds erfunden wurde.

Montags Tanzmusik


Längst vergangen sind auch die Montagabende, als Musikkapellen zum Tanz aufspielten. Auch die am frühen Abend auf Holzkohle gegrillte Sau am Spieß gibt es nicht mehr. "Wir haben aber auch was durchgemacht", war da aus der Frauenriege des Abends zu hören, lag auf ihnen doch die mehrtägige Last des Kochens und Kuchenbüfetts.
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