Speicherdorfer unterstützen minderjährige Flüchtlinge mit Spenden
Bälle zur Integration

ASV-Vorsitzender Stephan Veigl ist nicht der einzige, der die von Florian Sammet und dessen Mitarbeiter Mitarbeiter Massi Qajomi (von links) betreuten Jugendlichen mit Spenden unterstützt. Bild: hia
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Bayern
30.04.2016
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Die Speichersdorfer sorgen dafür, dass sich die zwölf unbegleiteten jugendlichen Flüchtlinge in der Gemeinde wohlfühlen. Dank Stephan Veigl können sie nun auch ihrer größten Leidenschaft nachgehen.

Speichersdorf. Der ASV-Vorsitzende stattete der Wohngruppe des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerks gAG und deren Leiter Florian Sammet einen Besuch ab. Im Gepäck hatte er drei Fußbälle. Wie Sammet und sein Mitarbeiter Massi Qajomi, der aus Afghanistan stammt, erklärten, seien ihre Schützlinge leidenschaftliche Fußballspieler. Sie verbrächten ihre Freizeit mitunter auf dem gemeindlichen Fußballbolzplatz neben der Sportarena.

"Was in unseren Familienhaushalten zur Normalausstattung gehört, ist für die Flüchtlingsjungs alles andere als selbstverständlich." Mit den Fußballbällen können sie sich nach den langen Tagen mit Berufsschule und Deutschunterricht austoben. Aber auch der von der Bürgerstiftung Lebensfreude finanzierte Tischkicker werde rund um die Uhr belagert, berichtete der Gruppenleiter. Dankbar seien die Jugendlichen auch für die Tischtennisplatte von Irmgard Neumann. Auf der Suche ist Sammet noch nach einem Bollerwagen.

Er ist von der Unterstützung aus der Bevölkerung mehr als begeistert. Ein anonymer Spender habe eine Kiste mit Tischtennisschlägern vor die Eingangstür gestellt. Für Mobilität sorgten auch Fahrräder, die die Gemeinde und Privatpersonen zur Verfügung gestellt haben.

Zwischenzeitlich haben einige der zwölf Jugendlichen auch in den Volleyballsport beim TSV und den Indiacasport beim CVJM hineingeschnuppert. "All diese Unterstützung der Speichersdorfer trägt wesentlich dazu bei, dass sich die Jugendlichen hier sehr, sehr wohlfühlen, und damit zur Förderung der Motivation zur Integration." Neben der Wohngruppe investieren die Betreuer und die Jugendlichen viel Arbeit in den Garten, der trotz diverser Nachmittagseinsätze noch viel Arbeit benötigt. Ein Bepflanzungsplan mit Steinpflanzen ist im Entstehen. Hilfreich wären Gartenwerkzeug, -möbel und -spielgeräte. Vielleicht finde sich auch der eine oder andere Unterstützer für zweckgebundene Spenden, hofft Sammet, der sich über jede Kontaktaufnahme freut.
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