Sperrbezirk Speichersdorf
Faulbrut grassiert weiter

Vermischtes BY
Bayern
02.11.2016
11
0

Seit März gilt die Gemeinde Speichersdorf als Sperrgebiet für Imker und ihre Bienenvölker. Das Landratsamt kämpft gegen die Amerikanische Faulbrut. Ein Erfolg ist derzeit noch nicht in Sicht.

Speichersdorf. Wenn Bienen Obstbäume bestäuben gibt es beim Apfel 65, bei Kirschen 67 Prozent mehr Fruchtbildung und bei Birnen einen dreifachen Ertrag, ist im aktuellen Gartenratgeber vom Bayerischen Landesverband zu lesen. In der Gemeinde müssen sich die Obstbaumbesitzer wohl auf schwächere Ernten einstellen. 52 Bienenvölker mussten wegen der Amerikanischen Faulbrut bereits getötet werden, teilte Pressesprecher Michael Benz vom Landratsamtes Bayreuth mit. Die Aufhebung des Sperrbezirks ist nicht in Sicht.

Erfahrungsberichte mehrerer benachbarter Landkreise zeigen, dass Faulbrutsperrbezirke über fünf Jahre aufrecht erhalten werden. Das Veterinäramt Bayreuth ergriff tiefgreifende Maßnahmen. Üblicherweise werden betroffene Bienenvölker durch den Amtstierarzt untersucht. Das Veterinäramt ging einen Schritt weiter und veranlasste eine labordiagnostische Abklärung. Daraus resultierte die Tötung der 52 befallenen Bienenvölker. Die Anordnung ist Voraussetzung für Entschädigungszahlungen.

Seit März besteht der Sperrbezirk. Immer wieder gab es seither Hinweise auf aufgegebene Bienenstöcke. Imker sollen solche Bienenständen melden. Diese Stände wurden bislang "ohne Widerstände" aufgeräumt.

"Vor einigen Tagen fand sich ein nicht angezeigtes Bienenvolk. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Speichersdorf wurde dieses Volk sofort beseitigt. Durch das Landratsamt erfolgt ein Bußgeldbescheid gegen den Bienenhalter", heißt es im Antwortschreiben der Pressestelle. Nach dem positiven Test vor einigen Tagen kann frühestens Ende November eine Aufhebungsuntersuchung folgen.

Quelle im ContainerQuelle der Faulbrut war ein Altglascontainer. Nicht ausreichend gereinigte Gläser importierten Honigs führen dort zum Initialausbruch. Bienen wurden angelockt und trugen das infektiöse Material mit. Deshalb: Nur saubere Honiggläser einwerfen. (bkr)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.