„Spielothek“ der Kindertagesstätte fördert Entwicklung der Mädchen und Buben
Spielend schulfähig werden

Nachmachen zu Hause erwünscht: Beim Elternabend probierten noch die Erwachsenen die Spiele der "Spielothek" aus. Bild: hia
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Bayern
07.06.2016
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Speichersdorf. Die evangelische Kindertagesstätte Birkenweg ist um eine Attraktion reicher. Sie zählt zu den Gewinnern der "KiTa-Spielothek" (Kindertagesstätte, Spielen und Bibliothek) und erhält damit ein umfangreiches Spielwaren-Paket mit wissenschaftlich geprüften Produkten.

Die Einrichtung hatte sich am Aufruf des Vereins "Mehr Zeit für Kinder" beteiligt. Das Besondere an der "KiTa-Spielothek" ist laut Leiterin Daniela Veigl, dass die Produkte auch an die Familien der Kinder zum gemeinsamen Spielen zu Hause ausgeliehen werden können. Wie in einer Bibliothek dürften die Mädchen und Buben ihre Lieblingsspiele mit nach Hause nehmen, um sie dort mit der Familie auszuprobieren.

Die "KiTa-Spielothek" enthält Produkte, die Pädagogen und Wissenschaftler des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm (ZNL) auf ihre Förderaspekte hin getestet und für gut befunden haben. Das gemeinsame Spielen mit Eltern und Erziehern diene auch der sprachlichen, emotionalen und sozialen Entwicklung, erläutert Veigl.

Sie hat bereits bei einem Elternabend zum Thema "Warum Spielen so wichtig für unsere Kinder ist" erklärt, dass Kinder spielend lernen. Mit Bildern aus dem Alltag der Kleinen erhielten die Eltern einen Einblick, wie das am besten funktionieren kann. "Der Spaß am Tun steht dabei im Vordergrund, und ganz nebenbei beeinflusst regelmäßiges Spielen das Sozialverhalten, das Selbstwertgefühl, die motorische und geistige Entwicklung und damit insgesamt die Schulfähigkeit in jeder Hinsicht positiv", so Veigl. Auch ein wichtiger Faktor sei, dass Eltern ihre Kinder zu Ende spielen lassen. Ihnen sollte zudem ein zeitlich begrenzter Kontakt zu elektronischen Gegenständen wie Handy, Tablet und Laptop erlaubt sein. Die Kinder wüchsen mit Medien auf. Es entwickelten sich aber hier nicht viele Eigenschaften, die für die Schule gebraucht werden. Um mit den Medien gezielt umgehen zu können, benötige ein Kind zunächst zentrale Fähigkeiten.

Veigl erklärte auch, welch wichtige Rolle die Erziehungspartnerschaft in einer Kita spielt. Sei diese erst einmal auf- und ausgebaut, entstehe das höchste Ziel zwischen Eltern und Erziehern: die Bildungspartnerschaft. "Sie soll zur gemeinsamen Aufgabe werden, die von beiden Seiten verantwortet wird."
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