Streit um „Nanga Parbat“: 150 000 Euro für ursprünglichen Produzenten
Joseph Vilsmaier muss zahlen

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Bayern
11.11.2016
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Karlsruhe/München. Acht Jahre nach den Dreharbeiten zu dem Film "Nanga Parbat" muss der Regisseur Joseph Vilsmaier an den ursprünglichen Produzenten Chris Naumann gut 150 000 Euro bezahlen. Der Bundesgerichtshof (BGH) wies eine Beschwerde Vilsmaiers ab, der eine Revision erreichen wollte. Diese war vom Oberlandesgericht (OLG) München nicht zugelassen worden. Das OLG hatte Naumann das Geld im Januar 2014 zugesprochen. Mit dem BGH-Beschluss vom 2. November, der am Donnerstag der dpa vorlag, ist der jahrelange Rechtsstreit voraussichtlich beendet.

Seit 2012 hatten Vilsmaier und Naumann um die Finanzierung des Films über die Brüder Reinhold und Günther Messner gestritten. Naumann sollte sich darum kümmern. Dabei war noch ein Finanzierungspartner im Spiel. Naumann warf Vilsmaier vor, sich hinter seinem Rücken mit dem Finanzierungspartner zusammengetan zu haben. Er vertrat daher die Auffassung, Vilsmaier habe den Vertrag grundlos und somit unwirksam gekündigt. Für Vilsmaier handele sich um ein "Fehlurteil" durch alle Instanzen, sagte er. Der Spielfilm schildert das Drama um die Messner-Brüder am Nanga Parbat. Sie hatten 1970 als erste über die extreme Rupalwand den 8125 Meter hohen Gipfel erreicht. Nur Reinhold kehrte lebend zurück.
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