Tegernsee
Lange Haftstrafen für Raubüberfall auf Sammler-Ehepaar

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Bayern
17.03.2016
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München/Rottach-Egern. Für einen Raubüberfall auf ein Sammler-Ehepaar am Tegernsee hat das Münchener Landgericht zwei Brüder zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Die beiden bekamen am Mittwoch wegen versuchten Mordes und schweren Raubes eine Strafe von neuneinhalb und zehneinhalb Jahren.

Die Brüder raubten nach Überzeugung des Gerichts im Januar 2014 altes Meißner Porzellan für mehr als eine Million Euro sowie Schmuck und Uhren für gut 250 000 Euro aus der Villa der Senioren. Ein Teil des Porzellans ging später beim Transport kaputt. Die Angeklagten waren abends über die Terrasse in das Haus in Rottach-Egern eingedrungen, hatten den Ehemann niedergeschlagen und beide Eheleute mit Kabelbindern an Stühle gefesselt zurückgelassen. Sie wurden erst nach 16 Stunden gefunden. Der Anstifter der Tat bekam sieben Jahre Haft, ein Kunsthändler aus Nordrhein-Westfalen erhielt wegen Hehlerei 22 Monate auf Bewährung.

"Sie haben die Opfer ihrem Schicksal überlassen", betonte am Mittwoch der Vorsitzende Martin Rieder. "Es war vom Zufall abhängig, ob die Eheleute überlebten." Die Angeklagten ließen sich laut Rieder "von rücksichtslosem Gewinnstreben leiten".
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