Tipps zu WLAN-Sicherheit und Löschen von Daten
So schützen Sie ihr privates Netzwerk und Daten

Auch auf die Rechner von Privatpersonen haben es Betrüger abgesehen. (Foto: TÜV SÜD)
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Bayern
11.10.2016
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Nicht nur Firmen, sondern auch private Netzwerke sind im Fokus von Hackern und Betrügern. Um sich so gut wie möglich davor zu schützen, geben die Datenschutzexperten des TÜV SÜD einige Tipps zur Sicherung des privaten WLANs und Löschen von Daten.

Wie schütze ich mein WLAN?


  • Das Einrichten des Routers sollte über eine kabelgebundene Verbindung erfolgen.
  • Der Netzwerkname sollte geändert werden. Ansonsten könnte durch die Standardbezeichnung Daten über den Router, wie Gerätetyp oder Hersteller, an die Öffentlichkeit gelangen.
  • Desweiteren sollte der neue Netzwerkname nicht den eigenen Namen, Straße oder Wohnort beinhalten.
  • Eine weitere häufige Voreinstellung ist das WPS-PIN-Verfahren, mit dem man durch eine kurze Zahlenfolge eine Verbindung aufbauen kann. Diese sollte deaktiviert werden.
  • Verschlüsseln Sie ihr Netzwerk mit WPA2, da sonst Unbefugte leichten Zugriff auf ihr Netzwerk bekommen. Alternativ ist auch eine WPA-Verschlüsselung möglich. Wichtig hierbei ist, dass Sie ein Passwort verwenden das mindestens 20 Zeichen beinhaltet, sowie keine Zeichenkombination aus dem Wörterbuch. Sonderzeichen und Zahlen bieten hierbei die beste Lösung.
  • Viele Router besitzen eine Benutzeroberfläche um das Netzwerk zu verwalten. Diese wird meist durch einen PIN oder Passwort geschützt. Bei den meisten Routern ist ein Standardpasswort vergeben. Das Passwort sollten Sie wenn möglich zusätzlich ändern.

Wie lösche ich meine Daten richtig?


Nicht nur durch Angriffe auf das private Netzwerk können Unbefugte ihre Daten erlangen, sondern auch wenn sie ihre Datenträger verkaufen oder als Elektroschrott entsorgen. Wenn Daten von einer Festplatten entfernt werden sollen, so dass keine weitere Person Zugriff auf Ihre Daten mehr bekommen kann, ist es nicht ausreichend nur den Papierkorbinhalt zu löschen. Auch eine Formatierung des Datenträgers reicht nicht aus, da die Daten nur zum Überschreiben freigegeben und nicht gelöscht werden.
Durch spezielle Software können Festplatten und Datenträger unwiederherstellbar gelöscht werden. Diese überschreiben alle Daten so, dass keine privaten Daten mehr vorhanden sind. Wenn der Datenträger weggeworfen werden soll, empfiehlt der Datenschutzexperte Rainer Seidlitz vom TÜV SÜD Sec-IT GmbH, das physische Beschädigen oder Zerstören des Datenträgers um Daten unwiederherstellbar zu machen.

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz gibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.
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