Unfallzahlen konstant, aber wegen vieler Rentner mehr Rettungseinsätze wochentags
89 Tote in Bayerns Bergen

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Bayern
07.11.2016
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Bad Tölz. In den bayerischen Bergen sind in diesem Jahr bislang 89 Menschen bei Alpinunfällen ums Leben gekommen. Dies geht aus der Unfallstatistik der Bergwacht Bayern hervor, in dem die Einsätze seit Dezember 2015 berücksichtigt sind. Die meisten Todesfälle gab es beim Wandern und Bergsteigen (45). Doch auch beim Mountainbiken starben in diesem Jahr sieben Menschen. Auf der Skipiste, wo jedes Jahr die meisten Unfälle passieren, kam ein Skifahrer ums Leben.

Die Zahl der Totenbergungen der rund 7000 Rettungseinsätze der ehrenamtlichen Helfer sind nach Angaben der Organisation mit Sitz in Bad Tölz mit den Zahlen der vergangenen Jahre vergleichbar. "Je nach Wetterlage gibt es immer leichte Schwankungen. Aber die Zahlen bewegen sich seit ein paar Jahren auf etwa gleichem Niveau", sagte Bergwacht-Sprecher Thomas Griesbeck.

Die Anzahl derer, die die Bergwelt für Erholung und Sport nutzten, nehme zu. Immer mehr rüstige Rentner verbringen ihre Freizeit in den Bergen. Daraus resultiere eine Verschiebung der Rettungseinsätze vom Wochenende auf Wochentage. "Fünfzig Prozent unserer Einsätze haben wir inzwischen unter der Woche."

Die Bergwacht in Bayern hat 3200 ehrenamtliche Einsatzkräfte und 300 Stützpunkte in den Bergen - davon 90 Rettungswachen im Talbereich. Die Bergwacht gehört zum Bayerischen Roten Kreuz.
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