Verschwundener Münchener Student
Hat Pädagogik-Studentin Ex-Freund verscharrt?

Polizisten durchsuchen einen Grundstück in München nach der Leiche des Vermissten. Bild: dpa
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Bayern
21.01.2016
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Vor fünf Jahren gab es das letzte Lebenszeichen von einem Münchner Studenten - doch vermisst gemeldet wurde er nicht. Jetzt haben Polizisten im Garten seiner früheren Freundin möglicherweise einen grausigen Fund gemacht.

Haar. Mordverdacht gegen eine Pädagogik-Studentin: Sie soll ihren Freund vor Jahren getötet und im Garten verscharrt haben. Nach einem Hinweis durchsuchte die Polizei am Mittwoch das Haus der 31-Jährigen in Haar bei München und grub im Garten nach der Leiche des 1980 geborenen Studenten. "Wir haben einen verdächtigen Plastiksack gefunden", sagte ein Sprecher am Nachmittag. Die Wahrscheinlichkeit sei sehr groß, dass sich darin Leichenteile befinden. Endgültige Sicherheit sollte eine Obduktion bringen.

Von dem jungen Mann soll es Anfang 2010 das letzte Lebenszeichen gegeben haben. "Da hat sich seine Spur verloren", sagte der Leiter der Münchener Mordkommission, Markus Kraus. Eine offizielle Vermisstenmeldung lag aber nicht vor. Seine Eltern hätten vermutet, er könne mit einer rumänischen Freundin in deren Heimat gegangen sein. "Es gab eine Partnerschaft mit einer Dame aus dem Ausland."

Beim Graben geholfen


Nach Polizeiangaben steht der heutige Lebensgefährte (33) der Studentin unter Verdacht, ihr dabei geholfen zu haben, den Leichnam zu vergraben. "Die Leiche muss sich über einige Zeit im Haus befunden haben", sagte der Ermittler.

Die Frau und ihr aktueller Freund und Mitbewohner äußerten sich laut Polizei zum konkreten Ort, an dem die Leiche des Ex-Freundes im Garten vergraben sein soll - und nicht nur dazu: "Es ist eingeräumt worden, dass es einen Streit im Vorfeld gab", sagte Kraus. Es wurde Haftbefehl erlassen - gegen die Frau wegen Mordverdachts, gegen den Mann wegen des Verdachts auf Strafvereitelung.
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