Versunkenen Donaufähre bei Mariaposching
Bergung mit Panzer und Kran

Die gesunkene Seilfähre wurde mit schwerem Gerät aus der Donau in Mariaposching (Bayern) geborgen. Die Fahrt mit ihr über die Donau dauert nur wenige Minuten und sparte einen Umweg auf der Straße von rund 30 Kilometern. Bild: dpa
Vermischtes BY
Bayern
22.04.2016
151
0

Spektakuläre Bergung einer versunkenen Donaufähre. Zwei Bergungsschiffe haben am Donnerstag begonnen, die bei Pendlern und Touristen beliebte Fähre aus der Fahrrinne zu heben. Die Zukunft der Donauüberfahrt ist gesichert. Mit welcher Fähre ist aber unklar.

Mariaposching. Zwei gewaltige Bergungsschiffe tasten sich langsam an die Unglücksstelle auf der Donau in Niederbayern heran. Ein Kran lässt eine Taucherwand zur gesunkenen Fähre hinunter. "Daran können sich Taucher, die die Bergeseile befestigen, festhalten und sie verringert die Strömung unter Wasser", erläutert Paul Marcus Schäfer vom Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg. Mit großem Aufwand ist am Donnerstag in Mariaposching (Kreis Straubing-Bogen) die gesunkene 18 Meter lange Donaufähre geborgen worden. Mehr als 100 Schaulustige verfolgen die Aktion auf dem Uferdamm bei strahlendem Sonnenschein. Das Wasserfahrzeug war am Dienstag gesunken. Darauf hatte sich noch ein Traktor befunden. Ein Bergepanzer der Bundeswehr steht bereit. Am Mittwoch hatten die Einsatzkräfte einen Transporter geborgen, den die Strömung 200 Meter weitergetrieben hatte.

"Die Bergung ist für uns keine große Aktion", sagt Johann Brunner von der Bergefirma Domarin aus Vilshofen. Das einzige Problem sei, dass die Fähre schonend geborgen werden soll. Der gut 100 Meter lange Schubverband "Domarin 12" mit dem Ponton "Kilian" steht derweil an der Unglücksstelle. Der 115 Tonnen schwere Kran zieht zunächst den Traktor aus dem Wasser - zwei Stunden später baumelt die 19 Tonnen schwere Fähre am Haken. Das zweite Bergungsschiff "Raphaela" hebt mit Hilfe eines Baggers deren Heck an. Nach mehr als acht Stunden ist es geschafft, die Fähre schwimmt auf dem Wasser.

115 Tonnen schwerer Kran


Sicher ist an diesem Tag: Der Fährbetrieb wird in Mariaposching eine Zukunft haben. "Die Fähre ist aus dem Jahr 1927. Viele Menschen haben sie lieb gewonnen. Es wird auf jeden Fall eine Fortsetzung geben", erläutert der Landrat von Straubing-Bogen, Josef Laumer (CSU). Noch ist aber unklar, ob die historische Fähre wieder eingesetzt wird oder doch eine neue.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.