Vier Bahnhöfe in der Region ausgebaut und saniert
Gebremste Stationsoffensive in der Oberpfalz

Der Bahnhof in Maxhütte-Haidhof soll 2016 ausgebaut werden. Bild: Götz
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Bayern
05.04.2016
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Von Jürgen Umlauft

München. In ihrer Stationsoffensive wird die Deutsche Bahn heuer an 24 Bahnhöfen im Freistaat Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen beginnen und dafür - unterstützt von Bund und Land - 100 Millionen Euro ausgeben. Im Mittelpunkt steht der barrierefreie Ausbau. In der Oberpfalz betrifft dies den Bahnhof Maxhütte-Haidhof (Kreis Schwandorf). Drei weitere Bahnhöfe in der Region werden saniert.

So erhält der Bahnhof Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg ein neues Bahnsteigdach, der Bahnhof Immenreuth zwei neue, teilweise barrierefreie Bahnsteige und der Bahnhof in Reuth bei Erbendorf (beide Kreis Tirschenreuth) neue Bahnsteige und einen Fußgänger-Steg. Ab 2018 werden mit den Haltepunkten Weiden-Nord und Weiden-Rehbühl zusätzliche Stationen ins Bahnnetz eingefügt. Noch keine konkreten Termine gibt es für die geplanten Modernisierungen der Bahnhöfe in Weiden und Schwandorf.

Weiden muss warten


Grund dafür ist die nun im Bundesverkehrswegeplan vorgesehene Elektrifizierung der Strecke Hof-Regensburg. "Der Bahnhofsausbau in Weiden und Schwandorf ergibt erst Sinn, wenn wir wissen, welche Fahrzeuge dort künftig unterwegs sein werden", erklärte der bei DB Station & Service zuständige Günther Pichler in München. Auf der Trasse soll dann wieder Fernverkehr angeboten werden. Offen ist dabei noch, welche Züge mit welchen Einstiegshöhen eingesetzt werden. Danach müsse sich laut Pichler aber der Ausbau der Bahnsteige richten. Beim barrierefreien Ausbau auch kleiner Bahnhöfe setzt Pichler auf das Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes.

Mit diesem soll es möglich sein, auch Stationen mit weniger als 1000 Einsteigern pro Tag für mobilitätseingeschränkte Personen zu ertüchtigen. Bis 2018 sollen 435 der 1015 bayerischen Haltepunkte barrierefrei sein, 86 Prozent der Reisenden würden davon profitieren. Nach Pichler sollen zunächst die S-Bahn-Netze in München und Nürnberg komplett barrierefrei sein, dann die Knotenbahnhöfe sowie die Stationen in Tourismusregionen und in Heilbädern. Die restlichen sollen folgen.

Eine raschere Umsetzung der Barrierefreiheit erhofft sich Pichler gerade bei kleinen Bahnhöfen von der "Schweizer Rampe". Diese etwas steilere und platzsparendere Aufstiegshilfe für Rollstuhlfahrer wird gegenwärtig in Uffenheim (Unterfranken) in einem Pilotprojekt getestet. In der Schweiz habe sie sich bereits bewährt. Da sie aber den deutschen Richtlinien nicht entspreche, gebe es bislang auch keine staatliche Förderung. Dies könnte sich nach einer erfolgreichen Pilotphase ändern.
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