Wetter in Bayern
Noch mehr Regen, noch mehr Wasser

Dass schlechtes Wetter auch wunderschön sein kann, zeigt dieses Bild vom Steinberg See im Kreis Schwandorf. Vor allem in Niederbayern haben es die Menschen allerdings nicht mit einem leichten Sommerregen zu tun, sondern mit Starkregen und Hagel. Bild: Gerhard Götz
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Bayern
17.06.2016
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Nach den heftigen Unwettern der vergangenen Wochen bleibt das Wetter unbeständig. Wieder laufen Bäche über und Straßen werden überflutet. Und an einem Ort in Bayern herrscht sogar Frost.

München/Bamberg. Vollgelaufene Keller in Oberfranken, dicke Hagelkörner in Niederbayern, Schnee und Frost auf der Zugspitze - unbeständiges Wetter hat den Freistaat weiter im Griff. Der Hochwassernachrichtendienst Bayern meldete am Freitag überflutete Felder und überschwemmte Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen im ganzen Land. Der Sommer lässt weiter auf sich warten. Im Landkreis Bamberg traten am Freitagmorgen nach stundenlangen Regenfällen mehrere Bäche über die Ufer, etwa die Lauter und der Leitenbach, zahlreiche Keller liefen voll. Besonders angespannt sei die Lage in Baunach, Hallstadt und Memmelsdorf, sagte Steffen Nickel vom Landratsamt Bamberg. 55 Feuerwehren waren allein in diesem Landkreis im Einsatz.

Sorge vor Gewittern


Eine zentrale Steuerungsgruppe im Landratsamt wurde eingerichtet. Nickel gab zunächst jedoch Entwarnung. "Es ist auf jeden Fall im Moment noch handhabbar", sagte er am Nachmittag. Punktuelle Gewitter könnten die Lage jedoch zuspitzen. Im Landkreis Lichtenfels hatte lokaler Starkregen ebenfalls Wasser auf die Straßen gespült. In den vergangenen Wochen war es im gesamten Freistaat immer wieder zu schweren Unwettern mit Hochwasser gekommen. Besonders heftig wurde der Landkreis Rottal-Inn getroffen.

Große Hagelkörner


Bereits in der Nacht zum Freitag hatten bis zu fünf Zentimeter große Hagelkörner in Ruhmannsfelden (Kreis Regen) das Dach einer Schule zerstört. In Niederwinkling (Kreis Straubing-Bogen) fiel nach einem Blitzschlag ein Baum auf eine Hochspannungsleitung, außerdem wurden mehrere Keller überschwemmt. Auch in Ergoldsbach (Kreis Landshut) war ein Bach übergelaufen, Straßen standen unter Wasser. Ein Ende des Regens ist nicht in Sicht.

Ganz andere Verhältnisse herrschten derweil auf Bayerns höchstem Gipfel: Auf der 2962 Meter hohen Zugspitze hatte es in der Nacht zum Freitag geschneit. Die Temperaturen fielen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes auf minus drei Grad.
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