Wie reagieren die Kommunen
Katastrophenalarm und Katastrophenfall

Vermischtes BY
Bayern
03.06.2016
35
0

Treten Unwetter, Überschwemmungen oder andere Naturgewalten auf, ist das nicht automatisch ein Katastrophenfall. Von einer "Katastrophe" sprechen Behörden in Bayern erst, wenn die Bedrohung von vielen Menschen, umfangreichen Sachwerten oder natürlichen Lebensgrundlagen so gravierend ist, dass die betroffene Kommune überfordert ist. Das heißt, dass die Lage nur beherrscht werden kann, indem überregional Einsatzkräfte alarmiert werden und ein zentraler Krisenstab eingerichtet wird.

Ist das der Fall, wird der Katastrophenfall ausgerufen. Dann koordiniert die "Führungsgruppe Katastrophenschutz" im Innenministerium in München die Maßnahmen landesweit. Der Katastrophenfall ist dabei gleichlautend mit Katastrophenalarm. Streng genommen gibt es den Begriff Katastrophenalarm laut Innenministerium gar nicht.

Nach den gravierenden Überschwemmungen in Niederbayern haben die Behörden den Katastrophenfall ausgerufen. Die Unwetter und Überschwemmungen in Mittelfranken am Sonntag und Montag hingegen galten als "Großschadensereignisse unterhalb der Katastrophenschwelle", ebenso der Tornado, der im Juni vergangenen Jahres über mehrere Orte im Raum Augsburg hinweggefegt war. Der letzte Katastrophenfall in Bayern wurde 2013 beim Hochwasser in Passau ausgerufen. (dpa)
Weitere Beiträge zu den Themen: Hochwasser (3437)Unwetter (87)Katastrophe (26)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.