Wiedereröffnung von Haus Wahnfried und des Richard-Wagner-Museums - "Wahnfried oder Ärgersheim" ...
Leben und Schaffen des Komponisten

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Bayern
14.08.2015
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Richard Wagners ehemaliges Wohnhaus "Wahnfried" in Bayreuth und das Richard-Wagner-Museum Bayreuth sind wieder öffentlich zugänglich.

Das seit 1976 bestehende Richard-Wagner-Museum präsentiert sich nach dreijähriger Bauzeit mit einem Erweiterungsbau und drei Dauerausstellungen vollständig neu. Diese wiederum beinhalten unterschiedliche Schwerpunkte. Die Flächen für die Dauerausstellungen sind überdies doppelt so groß wie bisher. Im Eintrittspreis enthalten ist jetzt auch ein Mediaguide auf Deutsch, Englisch oder Französisch.

Im Haus Wahnfried erleben die Besucher am authentischen Ort eine Dokumentation über Leben, Werk und Schaffen Richard Wagners. Das Erdgeschoss eröffnet erstmals einen vollständigen Einblick in die Zeit um 1880 und die Lebenswelt Richard Wagners. Viele Freunde und bekannte Persönlichkeiten waren hier zu Gast.

Im Zuge der Neugestaltung wurden das Speisezimmer und Cosimas Wagners "Lila Salon" rekonstruiert. Bei restauratorischen Untersuchungen des Treppenhauses im Mittelrisalit bemerkten die Beteiligten umfangreiche Farben, die es ermöglichten, die Ausmalung zu Wagners Lebzeiten weitestgehend zu rekonstruieren.

Dokumente aus der Handschriften- und Grafiksammlung des Nationalarchivs werden im Zwischengeschoss in wechselnden Ausstellungen präsentiert. Der Erweiterungsbau, den der renommierte Berliner Museumsarchitekt Volker Staab konzipiert hat, widmet sich der Aufführungsgeschichte der Bayreuther Festspiele von den Anfängen bis zur Gegenwart. Präsentiert werden hier die Sammlung der historischen Bühnenbildmodelle sowie Kostüme und Apparaturen aus dem Bayreuther Festspielhaus. Die wertvolle Sammlung ist erstmals in dieser Vielfalt zu sehen.

Im Siegfried-Wagner-Haus, dem Nebengebäude, das sich Richard Wagners Sohn Siegfried 1894 zum Wohnhaus hatte umbauen lassen, erwarten die Besucher im Erdgeschoss die Wohnräume Winifred Wagners, die in Gänze erstmals für die Öffentlichkeit zugängig gemacht werden. Hier wird die Ideologiegeschichte Wagners dargestellt, wie Richard Wagner im Dritten Reich benutzt wurde sowie welche Beziehungen die Familie Wagner zu den Nationalsozialisten und zu Adolf Hitler persönlich unterhielt. Im Zuge der Neugestaltung entstand unter dem Vorplatz von Haus "Wahnfried" ein Museumsdepot, in dem die wertvolle Sammlung optimal archiviert werden kann. Unter dem Titel "Wahnfried oder Ärgersheim" läuft parallel zur Eröffnungsphase des Museums die erste Sonderausstellung im Museums-Neubau von Haus "Wahnfried". Diese ist der wechselvollen Geschichte dieser einzigartigen Komponisten-Villa gewidmet.
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