Wintereinbruch nach Frühlingsanfang
Bayern bibbert

Am Hopfensee bei Hopferau ist eher an eine Schneeballschlacht als an eine Bootspartie zu denken. Bild: dpa
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Bayern
25.04.2016
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Die Obstbäume blühen, es ist Frühling. Doch am Wochenende hat sich der Winter mit Schnee in Erinnerung gerufen. Plötzlich sind auch in tieferen Lagen wieder dicke Winterjacken und Handschuhe angesagt. Und bis zur Wochenmitte soll es so bleiben.

München. Mehr als einen Monat nach Frühlingsanfang hat sich der Winter am Wochenende in Bayern noch einmal zurückgemeldet. Vor allem am Alpenrand und oberhalb von 900 Metern schneite es, selbst in der Landeshauptstadt München wirbelten Flocken durch die Luft. Dabei war es - nach den milden Temperaturen noch am Freitag - plötzlich fast überall empfindlich kalt: In Oberstdorf lag die Temperatur am Sonntagmittag nur bei null Grad, in Hof war es 1 Grad, in Bamberg und Kempten zwei Grad. Bis zur Wochenmitte bleibt es im Freistaat winterlich-kalt.

Tod auf glatter Fahrbahn


Vor allem im Allgäu machten die Schneefälle den Autofahrern zu schaffen. "Es gab eine dünne Schneedecke von ein, zwei Zentimetern", sagte am Sonntag ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in München. Auf der Autobahn 7 kam es am Sonntag auf schneeglatter Fahrbahn zu einem folgenschweren Serienunfall von vier Fahrzeugen: Dabei wurde eine 18-Jährige getötet, zwölf weitere Menschen wurden verletzt.

Richtig winterlich war es auf der Zugspitze: Auf dem mit 2962 Metern höchsten deutschen Gipfel fielen in der Nacht zum Sonntag 14 Zentimeter Neuschnee, die Schneehöhe beträgt dort nun 3,50 Meter. Mit minus 14 Grad war es dort auch am Mittag eisig. Auch auf dem Großen Arber im Bayerischen Wald war es mit minus vier Grad winterlich.

Lawinengefahr steigt


Durch die neuen Schneefälle stieg die Lawinengefahr in Teilen der bayerischen Alpen wieder leicht an. Oberhalb von 2200 Metern herrschte am Sonntag in den Allgäuer sowie den Werdenfelser und Berchtesgadener Alpen mäßige Lawinengefahr, teilte der Lawinenwarndienst in München mit. In tieferen Lagen und den anderen Teilen des bayerischen Alpenraums blieb es dagegen bei geringer Lawinengefahr.

Auch zum Wochenanfang soll es im Freistaat winterlich und schmuddelig bleiben. Vor allem in den Allgäuer Alpen werden weitere Schneefälle erwartet. Die Tiefstwerte liegen verbreitet unter dem Gefrierpunkt, die Höchstwerte sollen bei neun Grad liegen.
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