Zahl der Transplantationen in Bayern stagniert
Spenderorgane fehlen

Im Smartphone-Notfallpass können wichtige Daten für Helfer und auch Angaben zur Organspende gespeichert werden. Bild: dpa
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Bayern
03.11.2016
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München/Frankfurt. Die Zahl der Organspender in Bayern stagniert. Mit bislang 92 Spendern liegt der Wert in etwa so hoch wie im vergangenen Jahr, teilte die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mit. In den ersten neun Monaten 2015 gab es in bayerischen Kliniken Transplantationen bei 108 Spendern.

Die aktuellen Zahlen liegen deutlich unter dem Niveau der Jahre vor 2012, als Manipulationen an den Organspendelisten in mehreren deutschen Krankenhäusern bekannt wurden. In den Jahren zuvor waren im Freistaat in den ersten drei Quartalen Transplantationen bei rund 140 Menschen durchgeführt worden.

Ab Donnerstag diskutieren Experten auf dem zwölften Jahreskongress der DSO in Frankfurt neue Ansätze, um die Zahlen zu steigern. Auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) wird daran teilnehmen. Denn 10 000 Menschen warten auf ein Spenderorgan. Jährlich sterben zahlreiche Schwerkranke, bevor sie ein lebensnotweniges Spenderorgan bekommen.

Bundesweit haben nach vorläufigen Zahlen der DSO in den ersten neun Monaten des Jahres 2016 637 Menschen Organe gespendet - Lebendspender nicht mitgerechnet. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es noch 672. Am häufigsten entnommen wurden Nieren, gefolgt von Leber, Lunge, Herz, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm. Das Transplantationsgesetz schreibt den Hirntod als Voraussetzung für die Entnahme von Organen zwingend vor.
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