Zugunglück von Bad Aibling
Fahrdienstleiter chattete

Vermischtes BY
Bayern
29.11.2016
12
0

Traunstein. Der wegen fahrlässiger Tötung angeklagte Fahrdienstleiter von Bad Aibling hat am Morgen des Zugunglücks mehrmals auf seinem Handy mit Mitspielern eines Online-Videospiels gechattet. Dies sagte am Montag ein Mitarbeiter jener Firma, deren Spiel der 40-Jährige gespielt hatte. Ein Chat erfolgte nach den Aufzeichnungen der Firma nur rund zwölf Minuten vor dem Zusammenstoß der beiden Nahverkehrszüge am 9. Februar. Beim Unglück starben zwölf Menschen, 89 wurden teils lebensgefährlich verletzt.

Die Befragung des Firmenmanagers aus Rumänien vor dem Landgericht Traunstein ergab auch, dass der Fahrdienstleiter sein Handy aktiv bedienen musste, um online spielen können. Der Angeklagte hatte zu Prozessbeginn gestanden, bis kurz vor dem Unglück auf seinem Smartphone gespielt zu haben.

Bei dem Fantasy-Rollenspiel "Dungeon Hunter" geht es darum, Dämonen auszulöschen. Bei dem Videospiel, das weltweit Millionen Spieler hat, kämpfen Krieger gegeneinander. Der Mitarbeiter räumte ein, nicht alle Details von "Dungeon Hunter" zu kennen. Mehrere Fragen des Gerichts zur konkreten Nutzung des Spiels durch den Fahrdienstleiter konnte der 36-Jährige nicht beantworten. Die ebenfalls geplante Aussage eines IT-Experten musste verschoben werden. Der Sachverständige ist krank.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.