Zugunglück von Bad Aibling
Weiteres Opfer gestorben

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Bayern
14.04.2016
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Bad Aibling. Ein weiteres Opfer des Zugunglücks von Bad Aibling ist gut zwei Monate nach dem Zusammenstoß gestorben. Der 46-Jährige aus dem Landkreis Rosenheim erlag am Mittwoch in einem Münchener Krankenhaus seinen schweren Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Damit erhöht sich die Zahl der Todesopfer auf zwölf.

Nahezu zeitgleich wurde bekannt, dass Bahnbedienstete ihre Privathandys bei der Arbeit nur nutzen dürfen, wenn ihre Tätigkeit dies erfordert. Der Fahrdienstleiter von Bad Aibling hatte unmittelbar vor dem Unglück auf seinem Smartphone gespielt, wie die Ermittler am Vortag mitgeteilt hatten. Zwar wollte sich die DB nicht zum Haftbefehl gegen den Fahrdienstleiter äußern. Wie es aber hieß, sei der Gebrauch eines Mobiltelefons für Computerspiele während der Arbeit ausdrücklich verboten. Dies gelte auch für Fernseh- und Radiogeräte.

Beim Zusammenstoß der beiden Nahverkehrszüge waren am 9. Februar außer den zwölf Toten auch mehr als 80 Menschen teils lebensgefährlich verletzt worden. Der Fahrdienstleiter hatte nach den Ermittlungen zufolge beide Züge gleichzeitig auf den eingleisigen Streckenabschnitt geschickt. Zudem soll er beim Auslösen eines Notrufes die falsche Taste erwischt haben, so dass der Hinweis nicht bei den Lokführern ankam.
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