Zwei Neumarkter wegen Drogenschmuggels angeklagt
Anklage fordert harte Strafe

Hier, vor dem Landgericht Nürnberg, müssen sich zwei Neumarkter wegen vermeintlichen Drogenschmuggels verantworten. Bild: dpa
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Bayern
05.03.2016
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Mit einem Trick soll eine Bande jahrelang Drogen geschmuggelt haben: Das Rauschgift wurde luftdicht in rotem Spezialwachs eingeschlossen, damit Spürhunde es nicht erschnüffeln konnten. Ein mutmaßlicher Drogenkurier aus der Oberpfalz soll dafür nun lange ins Gefängnis.

Nürnberg. Die Staatsanwaltschaft zeigte sich am Freitag vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth überzeugt, dass der Neumarkter (57) von Januar 2005 bis Februar 2014 mit einem Komplizen 790 Kilogramm Haschisch von Spanien über Deutschland nach Wien geschmuggelt hat. Dafür sollen die Männer fast 1,2 Millionen Euro kassiert haben.

Der Verteidiger forderte, die Haftstrafe dürfe höchstens fünf Jahre betragen. Sein Mandant habe den Schmuggel von 23 Kilogramm Haschisch zugegeben, das sei alles gewesen. Die restliche Menge stammt aus den Angaben eines Kronzeugen, den die Verteidigung für unglaubwürdig hält. Das Verfahren gegen den Komplizen wurde abgetrennt und muss neu aufgerollt werden. Der Anwalt des Mannes hatte zugleich ein in Wien inhaftiertes anderes Mitglied der Drogenbande vertreten. Die Strafprozessordnung verbietet jedoch die gleichzeitige Vertretung von mehreren derselben Tat Beschuldigten. Der Staatsanwalt geht davon aus, dass die beiden Oberpfälzer einem internationalen Drogenring angehörten. Das Urteil gegen den 57-Jährigen soll am Dienstag fallen.
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