Zweiter Franken-„Tatort“
„Dadord“ mit drei Fällen

Fabian Hinrichs (rechts) und Eli Wasserscheid bei den Dreharbeiten. Der neue Franken-"Tatort" soll am kommenden Sonntag in der ARD ausgestrahlt werden. Bild: dpa
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Bayern
20.05.2016
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Der erste "Tatort" aus Franken war ein Riesenerfolg - rund zwölf Millionen Zu- schauer sahen den Krimi in der ARD. Nun ermitteln die Nordbayern erneut. Diesmal haben sie es gleich mit drei parallelen Fällen zu tun.

Würzburg/Nürnberg. Ein bisschen düster ist der neue Franken-"Tatort", dazu ziemlich philosophisch und ganz schön verschachtelt. In der zweiten Ausgabe des ARD-Kultkrimis aus Nordbayern müssen sich die Ermittler um die Hauptkommissare Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) und Felix Voss (Fabian Hinrichs) gleich um mehrere Fälle kümmern: Eine Wirtin liegt erwürgt in ihrer Gaststube und in der Knochensammlung des Instituts für Anatomie der Uni Würzburg stößt ein Doktorand auf einen Schädel, der nicht zum dazugehörigen Skelett passt. Außerdem sucht eine Frau verzweifelt nach ihrem vermissten erwachsenen Sohn - und schlägt aus Protest vor dem Präsidium ihr Zelt auf.

Figuren langsam annähern


Ein so großes Team wolle schließlich gefordert sein, erklärt Drehbuchautorin Beate Langmaack ("Blaubeerblau"). Für die Figuren bleibt dadurch nicht viel Zeit. Das sei jedoch so gewollt, sagen die Macher. Die Zuschauer sollen erst nach und nach mehr über die Kommissare erfahren. "Es geht ja nun wirklich nicht darum, in einem Film gleich den gesamten biografischen Hintergrund aller Charaktere zu erzählen", sagt Hinrichs. Man wolle sich den Figuren "behutsam annähern und nicht effekthascherisch". Außerdem liege der Fokus beim fränkischen "Dadord" auf den Fällen und nicht auf dem Privatleben der Ermittler.

Nach dem großen Erfolg der ersten Ausgabe mit mehr als zwölf Millionen Zuschauern waren die Erwartungen an den Nachfolger groß. "Das Recht, sich zu sorgen" (Sonntag um 20.15 Uhr in der ARD) setzt den ersten Nordbayern-"Tatort" nun fast nahtlos fort: Ruhig und bedächtig geht das Team auf Spurensuche. Übrig bleibt - wie so oft - ein eben nur fast perfekter Mord.

Die Schauspieler verstehen sich prächtig - im Film wie in echt. "Das macht dieses Team aus: Dass die alle gerne zusammenarbeiten", berichtet Manzel. Konflikte gibt es praktisch keine. Aber: Nur "Friede, Freude, Eierkuchen" werde es trotzdem nicht immer geben. Es werde sich "noch einiges entwickeln zwischen den Figuren" - nur in anderem Tempo.

Manzel freue sich schon auf das nächste Mal. Denn der Franken-"Tatort" ist auf Jahre angelegt und soll nicht nur ein kurzes Gastspiel sein. Hinrichs betont: "Ich kann mir gut vorstellen, die Rolle noch lange zu spielen." Dieses Team passe so gut nach Franken, weil alle keine extremen Charaktere seien - "nicht laut und knallig, sondern bodenständig und aufrichtig", sagt Manzel.
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