Zwischenbilanz in Bayreuth
Landesgartenschau ein Erfolg

Die Zwischenbilanz der Landesgartenschau in Bayreuth fällt für die Veranstalter sehr positiv aus. Bild: Stephan Herbert Fuchs
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Bayern
02.08.2016
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550 000 Besucher, 20 500 Dauerkarten und fast 1900 Reisebusse: Es war eine Zwischenbilanz für die Landesgartenschau in Bayreuth ganz nach dem Geschmack der Veranstalter.

Bayreuth. Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe hatte zur Halbzeit noch jede Menge weitere - kulinarische - Zahlen im Gepäck: fünf Tonnen verkaufte Bratwürste, sechs Hektoliter Bier, je 10 000 Eisportionen und Kuchenstücke und über 500 komplette Torten. Und das alles trotz manchmal nicht unbedingt günstiger Bedingungen. Regen und Sturm prägten die ersten Wochen. Teilweise war das Unwetter so heftig, dass die Besucher aufgefordert wurden, das Gelände der Landesgartenschau schnellstmöglich zu verlassen.

Erwartungen übertreffen


Einen Sturm gab es auch auf den sozialen Medien. Hier beschwerten sich viele über die unzulänglichen gastronomischen Angebote. Doch allen Widrigkeiten zum Trotz schwärmte Merk-Erbe von "Zahlen, die wir so nicht erwartet hatten". Nach dreieinhalb Monaten hieß es seitens der Oberbürgermeisterin auch: "Wir sind auf dem besten Weg, alle Erwartungen zu übertreffen."

Ein großer Teil der Besucher war bisher aus Sachsen und Thüringen nach Bayreuth gekommen. Hier mache sich die Medienkooperation mit dem Mitteldeutschen Rundfunk bezahlt. Aber auch aus dem Ausland kamen immer wieder Besucher auf das Gartenschaugelände: aus Österreich und der Schweiz, aus Polen und Tschechien, vereinzelte Gäste sogar aus China und den USA.

"Die Bayreuther und die Menschen aus der Region lieben ihre Gartenschau", hieß es. Tatsächlich seien in der Stadt erhebliche Frequenzsteigerungen festgestellt worden. Soll heißen: Hotellerie und Gastronomie sind bestens ausgelastet, Außenstationen wie der Ökologisch-Botanische Garten der Universität Bayreuth oder das 40 Kilometer entfernte Kräuterdorf Nagel verzeichnen mehr Besucher als je zuvor. Vom Imagegewinn kaum zu reden, sagte Merk-Erbe. "Die Gartenschau ist im Herzen der Menschen angekommen."

Ins Schwärmen geriet bei der Halbzeitbilanz auch der Amtschef des Landwirtschaftsministeriums, Hubert Bittlmayer. Bayreuth liege nach der ersten Halbzeit eindeutig in Führung und habe sich mittlerweile bayernweit einen herausragenden Ruf erarbeitet. Ulrich Schäfer vom Landesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau sprach von einem Open-Air-Fest der Superlative, das auch für die 550 Mitgliedsbetriebe in Freistaat ein wichtiges Zeichen setze.

"Wilhelminen-Aue" top


Hauptattraktionen der Landesgartenschau in Bayreuth ist die "Wilhelminen-Aue", ein eigens angelegter künstlicher See mit Insel und Seebühne. Das neu geschaffene Gewässer ist rund zwei Hektar groß und bis zu 2,80 Meter tief. Am Ufer befinden sich Schilffelder und ein 670 Meter langer Rundweg. Weitere Besonderheiten sind eine 400 Quadratmeter große Kletternetzlandschaft und ein Wasserspielplatz, Beachvolleyballfelder, ein Kultur-, ein Garten-, ein Sport- und ein Gourmetkabinett, eine Dirt-Bike-Anlage und vieles mehr.

Die Schau hat 10,5 Millionen Euro gekostet. Gefördert wird diese Investition mit je rund 2,9 Millionen Euro durch das Bayerische Umweltministerium und durch europäische Fördergelder. 175 000 Euro steuert das bayerische Landwirtschaftsministerium bei. Der Ablauf wird noch einmal mit 9,2 Millionen Euro zu Buche schlagen, wobei der Großteil davon durch Einnahmen gedeckt sein soll.

Die Landesgartenschau dauert noch bis zum 9. Oktober 2016. Tageskarten kosten für Erwachsene 16 Euro, ermäßigt 12 Euro, Kinder und Jugendliche zahlen 3 Euro. Die Kassen haben täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.
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