Bayern an Mariä Himmelfahrt
Geteiltes Feiertagsland

Katholiken binden an Mariä Himmelfahrt Kräuterbuschen.
Vermischtes
Bayern
12.08.2016
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München/Nürnberg. Ob Menschen in Bayern am kommenden Montag ausschlafen können, hängt von der religiösen Prägung ihres Wohnortes ab. Denn der Feiertag Mariä Himmelfahrt macht den Freistaat alljährlich am 15. August zum geteilten Feiertagsland.

In Städten und Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung ist Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag - die Bewohner haben frei. In Kommunen mit überwiegend evangelischer Bevölkerung ist dagegen der Montag ein ganz normaler Werktag.

Die Festlegung beruht auf den Ergebnissen der Volkszählung von 2011, wie das Bayerische Landesamt für Statistik noch einmal in einer Mitteilung erläutert. Insgesamt ist in 1704 von 2056 bayerischen Gemeinden Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag - auch in den Großstädten München, Augsburg, Würzburg, Regensburg und Ingolstadt.

Ein arbeitsfreier Tag ist Mariä Himmelfahrt für alle Bewohner Oberbayerns und Niederbayerns. Feiertagsstimmung herrscht auch in 96 Prozent der oberpfälzischen Gemeinden und 87 Prozent der unterfränkischen Städte und Gemeinden. In weiten Teilen Mittel- und Oberfrankens ist normaler Arbeitstag.

Die Katholiken begehen den Feiertag, der offiziell „Mariä Aufnahme in den Himmel“ heißt, mit Gottesdiensten und Kräutersegnungen: Es werden dabei zu Sträuße gebundene Kräuter gesegnet. Zudem gibt es vielerorts festliche Prozessionen.

Daneben nutzen traditionell viele Menschen aus den katholischen Regionen Bayerns den Feiertag für Einkaufstouren in die protestantisch geprägten fränkischen Großstädte. Dort herrscht gewöhnlich ab dem späten Vormittag in den Einkaufsstraßen dichtes Gedränge. In den Kaufhäusern tummeln sich meist Familien aus der Opferpfalz und Teilen Oberfrankens.

Eine Übersicht über bayerischen Gemeinden, in denen an „Mariä Himmelfahrt“ 2016 ein Feiertag ist, gibt es hier.
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