Erhöhte Unfallgefahren in der dunklen Jahreszeit
Verhaltenstipps für den Straßenverkehr im Winter

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Bayern
14.10.2016
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Die dunkle und kalte Jahreszeit birgt erhöhte Gefahren im Straßenverkehr. Sowohl die veränderte Fahrbahnbeschaffenheit, als auch die verminderte Erkennbarkeit von Fußgängern und Fahrradfahrern insbesondere bei Dämmerung und Dunkelheit, Nebel oder Schneefall, stellen ernst zunehmende Unfallrisiken dar.

Jeder Verkehrsteilnehmer sollte sich rechtzeitig Gedanken über die Auswirkungen der ungünstigeren Licht-, Wetter- und Straßenverhältnisse machen und sein Verhalten im Straßenverkehr daran anpassen.

Die Polizei gibt dazu folgenden Verhaltenstipps:

Optische Auffälligkeit für bessere Erkennbarkeit


Schlechte Erkennbarkeit von Fußgängern und Fahrradfahrern führen immer wieder zu gefährlichen Verkehrssituationen. Insbesondere bei Dunkelheit oder verminderter Sicht aufgrund von Nebel oder Regen sind Fußgänger und Radfahrer nur schlecht zu erkennen. Bei Dunkelheit sind sie ab einer Entfernung von etwa 25 Metern kaum noch wahrnehmbar. Durch helle und farblich auffällige Kleidung können Sie selbst einen Beitrag zu Ihrer Sicherheit leisten. Reflektierende Materialien oder Accessoires, beispielsweise an Jacken oder Taschen, erhöhen die Sichtbarkeit auch schon aus größerer Entfernung deutlich.

Abblendlicht anschalten und Scheiben freimachen


Ein frühzeitiges Einschalten des Abblendlichts verbessert nicht nur Ihre eigene Sicht auf den Verkehr, sondern macht Sie auch für andere Verkehrsteilnehmer leichter wahrnehmbar. Vor allem in den Wintermonaten sollten Sie das Abblendlicht rechtzeitig anschalten. Verlassen Sie sich nicht auf die Automatikfunktion, diese reicht oftmals nicht aus. Auch das Tagfahrlicht reicht nicht aus, da es nur die Front und nicht die Rückseite Ihres Fahrzeugs beleuchtet. Bei Nebel können Sie ab einer Sichtweite von weniger als 50 Metern die Nebelschlussleuchte benutzen. Dies führt zu einer besseren Sichtbarkeit für den nachfolgenden Verkehr und hilft Auffahrunfälle zu vermeiden.

Überprüfen Sie rechtzeitig die Funktion und Einstellung aller Beleuchtungseinrichtungen an Ihrem Kraftfahrzeug und nutzen Sie die Angebote der Werkstätten im Rahmen der Beleuchtungswochen.

Auch eisfreie und saubere Scheiben können zu einer guten Sicht beitragen. Achten Sie hier darauf, die Scheibenwaschanlage Ihres Fahrzeugs aufzufüllen und mit Frostschutz zu versehen. Entfernen Sie vor dem Losfahren das Eis von allen Scheiben des Fahrzeugs. Kleine Löcher zum Durchschauen reichen nicht aus, denn die erheblich eingeschränkte Sicht kann fatale Unfallfolgen nach sich ziehen. Halten Sie einen Eiskratzer und einen Handbesen zur Entfernung von Schnee griffbereit in Ihrem Fahrzeug. Bei beschlagener Scheibe kann eine gut funktionierende Klimaanlage schnell Abhilfe schaffen.

Straßenverhältnisse können sich rasch ändern


Denken Sie gerade in der Übergangsphase daran, dass sich die Fahrbahnverhältnisse rasch ändern können. Bei nassen, frostigen, mit Schnee oder Laub bedeckten Fahrbahnen verlängert sich der Bremsweg teilweise erheblich und die Bodenhaftung in Bereich von Kurven nimmt deutlich ab. Um hier gefährliche Situationen zu vermeiden, sollten Sie ihre Geschwindigkeit bei schlechten Straßenverhältnissen unbedingt anpassen. Auch der Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug sollte entsprechend angepasst werden. Planen sie grundsätzlich mehr Zeit für Ihre Fahrten ein, damit Sie erst gar nicht in Zeitdruck geraten.

Reifenprofiltiefe reicht nicht immer aus


Achten und überprüfen Sie regelmäßig die Profiltiefe ihrer Reifen am Fahrzeug. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter sollten Sie nicht ausreizen. Bereits ab weniger als 4 Millimeter beginnt die Haftung des Materials auf nasser Fahrbahn deutlich abzunehmen. Der drei Millimeter große Silberrand einer Zwei-Euro-Münze kann ihnen helfen wenn Sie keinen Profiltiefenmesser zur Hand haben. Planen Sie zudem rechtzeitig den Wechsel auf Ihre Winterreifen. Warten Sie nicht bis zum ersten Schneefall oder Glatteis. So vermeiden Sie auch längere Wartezeiten bei den Werkstätten und Reifenhändlern.

Jeder einzelne Verkehrsteilnehmer kann mit bedachtem Verhalten, einer umsichtigen Fahrweise sowie einem gut ausgerüsteten Fahrzeug einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Verkehrsunfällen leisten und damit wesentlich zur Verkehrssicherheit beitragen.
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