Höchstwert seit 15 Jahren
Deutlich mehr Drogentote in Bayern

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Bayern
02.03.2016
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München. Die Zahl der Drogentoten in Bayern ist im vergangenen Jahr so hoch gewesen wie seit 15 Jahren nicht mehr. 2015 seien 314 Menschen ihrer Sucht zum Opfer gefallen, teilte das Innenministerium in München am Mittwoch mit und bestätigte Informationen des Bayerischen Rundfunks. Im Jahr 2000 habe es mit 340 Drogentoten zuletzt mehr Fälle gegeben. Zur Einordnung: 2014 starben 251 Menschen am Drogenkonsum, 2013 waren es nur 230.

Die Gründe für den erneuten Anstieg seien vielfältig, sagte ein Ministeriumssprecher. Eine häufige Ursache könne ein erhöhter Wirkstoffgehalt in den Drogen sein. Aber auch das sogenannte Strecken der Drogen mit Chemikalien sei oft für Todesfälle verantwortlich. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kündigte an, die Präventionsmaßnahmen nach dem Anstieg der Todesfälle auszubauen. Vor allem im Bereich der synthetischen Drogen, sogenannter Legal Highs, müsse mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden. Ob der Konsum von Legal Highs eine häufige Todesursache war, konnte der Sprecher des Innenministeriums nicht sagen: "Bis die rechtsmedizinischen Gutachten in jedem einzelnen Fall vorliegen, möchten wir keine Analysen zu Todesursachen anstellen."
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