Islamischer Unterricht
Modellversuch ausweiten

Vermischtes
Bayern
25.04.2016
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München. Bayern weitet im kommenden Schuljahr den Modellversuch "Islamischer Unterricht" deutlich aus. Statt der bisher rund 260 Schulen werden dann rund 400 im Freistaat das Fach anbieten, wie das Bayerische Kultusministerium mitteilte. Der Bayerischer Lehrerinnen- und Lehrerverband (BLLV) hatte in einer Petition an den Landtag ebenfalls einen raschen Ausbau des Islamunterrichts im Freistaat gefordert, da mit Blick auf Flüchtlingskinder der Bedarf immens steige. Bayern verliert laut BLLV als einstiger Vorreiter in diesem Bereich viel Potenzial durch Abwanderung ausgebildeter Lehrkräfte. Denn in anderen Ländern erhielten sie sofort eine gesicherte Anstellung.

Das 2009 als Modellversuch eingeführte Fach bietet muslimischen Schülern eine Auseinandersetzung mit ihrem Glauben. Die Inhalte basieren auf den religiösen Schriften des Islam und sind nach Angaben des Ministerium mit dem Grundgesetz und der Bayerischen Verfassung abgeglichen. Derzeit nehmen rund 11 500 Schüler das Angebot an. Gut 60 000 Muslime besuchen im Freistaat allgemeinbildende Schulen. Es bestehe für sie darüber hinaus das Angebot des Unterrichtsfachs Ethik.

Der Modellversuch wird vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) evaluiert.
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