Marktredwitzer Architekturbüro Peter Hilgarth jetzt in der Egerstraße 44
Alter Stadel als neue Heimat

Einen alten Stadel hat Peter Hilgarth in ein hochmodernes Architekturbüro umgebaut. BIld: jr
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Bayern
15.01.2016
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Marktredwitz. Die Sanierungsarbeiten waren recht aufwendig. Aber die Mühen haben sich gelohnt. Architektur Peter Hilgarth hat in der Egerstraße 44 in einem alten Stadel hochmoderne Büroräumlichkeiten geschaffen. Ende letzten Jahres erfolgte der Einzug. Dort arbeitet ein siebenköpfiges Team, um bauliche Zukunftswünsche der Kunden zu erfüllen.

Peter Hilgarth ist gebürtiger Fuchsmühler, vor genau 20 Jahren hat er sein Architekturbüro gegründet, seit 2008 ist es in Marktredwitz beheimatet. Gemeinsam mit seiner Frau Ingrid hatte Peter Hilgarth das Gebäude erworben und es Stück für Stück nach seinen besonderen Anforderungen umgebaut und saniert. "Lange haben wir gesucht, bis wir dieses geeignete und reizvolle Objekt gefunden haben", verrät der Planer. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass die Stadel in der Egerstraße bereits Mitte des 16. Jahrhunderts in massiver Bauweise errichtet wurden. Beim Stadtbrand am 6. Oktober 1822 brannte die gesamte Bebauung. Anschließend wurden die Scheunen wieder auf alten Fundamenten und Grundmauern aufgebaut und ausschließlich für Lagerzwecke genutzt. Die Gebäude besitzen zudem sehr gut erhaltene in Fels geschlagene Keller, die bis zu sieben Meter unter dem Straßenniveau liegen. Der von Architekt Peter Hilgarth erworbene Stadel war der letzte seiner Art in der Egerstraße, der sich noch in seinem ursprünglichen Zustand befand. In enger Abstimmung mit der Denkmalpflege hat er sein Umbaukonzept umgesetzt und ein hochmodernes und hell erstrahlendes Architekturbüro geschaffen. Neue Bauelemente wurden geschickt in den Altbestand mit integriert. Die drei lichtdurchfluteten Geschosse verbindet jetzt eine moderne Stahltreppe. Hell und freundlich eingerichtete Büros treffen auf motivierte Mitarbeiter.

Schnell ist klar, in diesen Räumen lässt sich gut und zukunftsorientiert arbeiten. Der frühere Bereich des Lastenaufzugs, der alle Geschosse überbrückte, findet sich als verglastes alle drei Etagen verbindendes Element wieder. Die ursprünglichen Holzbalken blieben erhalten und erstrahlen heute nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wieder in neuem Glanz. Die Balken wurden lediglich mit einer Wurzelbürste gereinigt. Beheizt wird das Büro mit einer Fußbodenheizung. Heute stehen dem Architekturbüro rund 300 Quadratmeter Bürofläche zur Verfügung. Rechtzeitig zum zwanzigjährigen Bestehens des Unternehmens konnten die neuen Büros bezogen werden.

Der sanierte Stadel ist ein erfolgreiches Beispiel dafür, dass Zeugnisse der Stadtgeschichte sinnvoll genützt werden können und kommenden Generationen erhalten bleiben. Das Architekturbüro Peter Hilgarth ist ein in der Region bekanntes Büro, Zahlreiche Aufträge zeugen von der Leistungskraft des Unternehmens.
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