Polizei und Wasserwirtschaftsamt Hof ermitteln
Unbekannte stehlen rund 1500 Flussperlmuscheln

Vermischtes
Bayern
06.09.2016
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Rehau. Rund 1500 Exemplare der strengstens geschützten Flussperlmuschel haben Unbekannte aus Bächen bei Rehau (Landkreis Hof) genommen. Dies entspricht nach Angaben der Polizei vom Dienstag einem «nicht unerheblichen Teil» des vorhandenen Bestandes und bedeutet einen herben Rückschlag für die Bemühungen zum Schutz der bedrohten Tierart.

Die Täter schlugen demnach von Juni bis August zu. Die Bäche würden regelmäßig kontrolliert. Wegen einer Straftat nach dem Bundesnaturschutzgesetz arbeitet die Polizei mit der Fachbehörde, dem Wasserwirtschaftsamt Hof, zusammen. Andere Möglichkeiten als den Muscheldiebstahl sehen die Experten laut einem Sprecher nicht.

Die Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera) kann mehr als 100 Jahre alt und 15 Zentimeter lang werden. Sie besitzt eine dickwandige, fast schwarze Schale. Die Mollusken stellen hohe Anforderungen an die Wasserqualität. Eine Flussperlmuschel benötigt schnell fließendes und sauerstoffreiches Wasser und einen Untergrund mit Steinen, Kies oder Sand. Dort liegt sie dicht gedrängt.
Sie ernährt sich von organischen Rückständen abgestorbener Pflanzen. Dabei wirkt sie wie eine Art Filter für die im Wasser schwebenden Stoffe. Ihre Fähigkeit zur «Perlenzucht» machte diese Muschel einst berühmt. Früher wurden die Perlen zu Schmuck verarbeitet.
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